Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

T-Systems in Österreich gewinnt Green IT Award 2008

27.11.2008
Rechenzentrum weltweit vorne bei der Reduktion von CO2-Emmissionen

Der Green IT Award 2008, verliehen von IDC Central Europe und der Fachzeitschrift Monitor, geht an T-Systems in Österreich. Der Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) setzte sich mit seinem Projekt Green Dynamics erfolgreich bei der Fachjury durch. Das Green Dynamics Modell zeigt konkrete Effekte zur Senkung des Energieverbrauchs bei der Nutzung von IKT-Ressourcen und damit zur Reduktion von CO2-Emmissionen auf.

Eine offene Expertenrunde mit Vertretern von WWF Österreich, öffentlichen und privaten Unternehmen aus den Bereichen IT und Umweltschutz wie KWI Consultants & Engineers und ADV, evaluierten die Einreichungen anlässlich der Fachkonferenz IDC Green Day. "Das Projekt 'Green Dynamics' hat die Jury zu einem durch den hohen Innovationsgrad des entwickelten Modells begeistert, zum anderen durch den großen Multiplikatoreffekt, der bei tatsächlichem Einsatz in Rechenzentren erzielt werden kann. Mit Green Dynamics kann die Energieeffizienz in Datenzentren gesteigert und ein wichtiger Beitrag zur CO²-Reduktion geleistet werden", fasst Mag. Joachim Seidler, IDC Country Manager, die Ausschlag gebenden Entscheidungskriterien, die T-Systems zum Sieg des Green IT Awards verholfen haben, zusammen.

Green Dynamics berechnet auf wissenschaftlicher Grundlage die Energieeffizienz des Dynamic Services Outsourcing Modells von T-Systems. Mit dem so genannten Power Usage Effectiveness Quotienten (PUE) von 1,5 zählt das T-Center Rechenzentrum zu den weltweit effizientesten seiner Art. Durchschnittliche Rechenzentren weisen hier einen PUE-Wert von 2,5 auf. Diese branchenübliche Kennzahl beschreibt die Effizienz des Energieeinsatzes und der -bereitstellung. Von 1.500 Leistungseinheiten Energie werden 1.000 Einheiten für den Betrieb der Infrastruktur verwendet, nur 500 Einheiten durch Kühlung, Beleuchtung, Streuverluste und andere Faktoren aufgebraucht.

Das Projekt Green Dynamics wird wissenschaftlich von DI Dr. Christian Hölzl, Studiengangleiter Communications & Simulation Engineering an der Fachhochschule St. Pölten, begleitet. "Mit der steigenden Rechenleistung von Computern und den dazu gehörenden Methoden und Programmen können viele natürliche, technische und wirtschaftliche Prozesse im virtuellen Labor der Simulation untersucht werden. Durch das Green Dynamics Modell können wir erstmals das Zusammenwirken einzelner Systemkomponenten, wie etwa den Einfluss durch Pooling von IKT-Ressourcen auf die Reduktion des Energieverbrauchs, aufzeigen. Die errechneten Simulationsergebnisse bestätigen die Theorien über das dynamische Verhalten und den Einfluss unterschiedlicher Stellgrößen in der IKT", zieht DI Dr. Hölzl Resumé. Mit Hilfe des Modells können verschiedenste Alternativen durchgespielt werden und ist es nun möglich, optimale unternehmerische IKT-Entscheidungen zu treffen.

T-Systems Green Dynamics basiert auf dem vom Massachusetts Institute of Technology entwickelten Business Dynamics Modell und ist für die Analyse unterschiedlicher Einflussfaktoren im Rechenzentrum anwendbar. Das Modell berechnet Szenarien anhand technologischer Maßnahmen, wie Virtualisierungsgrade, Pooling-Effekte, Verbesserung des Power-Usage-Effectiveness Quotienten und zeigt konkrete Effekte zur Senkung des Energieverbrauchs und damit zur Reduktion von CO2-Emmissionen auf.

T-Systems und Green IKT

Zusammen mit der Konzernmutter Deutsche Telekom hat sich T-Systems das Ziel gesetzt, seine strombedingten CO2-Emissionen - gemessen an der Basis von 1995 - bis zum Jahr 2010 zu halbieren. T-Systems setzt weltweit intelligente Technologien zur wirtschaftlicheren und Energieeffizienteren Nutzung von Ressourcen ein. Kontinuierlich werden die Rechenzentren einem Energiecheck unterworfen. Über das spezifische Dynamic Services Outsourcing-Modell liefert T-Systems einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und damit der CO2-Emmissionen. Bis 2012 plant T-Systems eine völlige Entkopplung von Energieverbrauch und CO2 Emission durch Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien. T-Systems testet als erstes Unternehmen weltweit den Dauerbetrieb einer biogasbetriebenen Brennstoffzelle für den Einsatz im Rechenzentrum. Mit dieser umweltfreundlichen Technologie wird Energie aus gereinigtem Biogas gewonnen und ist damit hundertprozentig klimaneutral.

Fachhochschule St. Pölten - Studiengang Communications & Simulation Engineering
Die Fachhochschule St. Pölten bietet als einzige Fachhochschule in Österreich den Bakkalaureats-Studiengang Communications & Simulation Engineering (Computersimulation) an, und damit eine qualitätsvolle Hochschulausbildung mit Praxisbezug. Die Ausbildung verbindet den Schwerpunkt Simulationstechnik mit technischen Anwendungen. Der Masterstudiengang startet 2010.

Monika Schmied | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.fhstp.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie