Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Stromnetz ist schon heute für eine Million Elektrofahrzeuge bereit – Smart Grid als sinnvoller Entwicklungsschritt

30.11.2010
Gemeinsame Pressemeldung Siemens und E.ON "Das Stromnetz ist schon heute für eine Million Elektrofahrzeuge bereit"

• Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität legt Zwischenbericht vor

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, ist aus Sicht der Stromversorgung problemlos möglich. Mit dem zukünftigen Ausbau der Netze zum Smart Grid ergeben sich neue Perspektiven wie der Einsatz der Fahrzeuge zum Lastausgleich und die bessere Integration grünen Stroms.

Mit Hilfe von intelligenten Stromzählern könnten die Batterien der Elektroautos gezielt geladen werden, wenn mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung steht als in dem Moment benötigt wird, beispielsweise in windreichen Nächten. Die Versorgung der Fahrzeuge mit grünem Strom ist durch den geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien gedeckt. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse im Zwischenbericht der Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität, die zum 30. November 2010 der Bundesregierung übergeben wurden. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von Klaus-Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON AG, und Wolfgang Dehen, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erwarten einen raschen technischen Fortschritt bei der Ladeinfrastruktur. Fahrzeuge können künftig schneller und komfortabler geladen werden. Bis 2020 könnten sowohl kabelloses induktives Laden als auch das Aufladen mit Gleichstrom bei höherer Spannung und Stromstärke den Ladekomfort erhöhen und die Ladedauer reduzieren. Die Akzeptanz der Elektromobilität und ihre Nutzungsmöglichkeiten werden damit zunehmen.

„Die Anforderungen an die Ladestellen dürfen nicht zu hoch angesetzt werden“, sagte Klaus-Dieter Maubach. „Wir brauchen heute vor allem pragmatische und kostengünstige Lösungen, um Elektromobilität schnell in den Markt zu bringen.“ Der Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Netz kann sich schrittweise weiterentwickeln. Eine intelligente Ladeinfrastruktur wird erst benötigt, wenn der Fahrzeugbestand eine gewisse Größe erreicht hat und ist daher ein mittelfristiges Entwicklungsziel. Die nun installierte Ladeinfrastruktur sollte mit intelligenter Steuerung nachrüstbar sein, so dass ihre Einbindung in ein intelligentes Netz möglich ist.

Bis 2020 wird die Integration von bis zu einer Million Elektroautos für die Netze in der Breite keine Probleme verursachen. Lediglich bei hoher Durchdringung in einzelnen Regionen könnte es lokal zu Netzüberlastungen kommen, womit dort Verstärkungen nötig sein könnten. Allerdings führen neue elektrische Verbraucher wie Elektrofahrzeuge und insbesondere der Ausbau schwankender Erzeugung aus erneuerbaren Quellen zu einem grundlegenden Wandel im Energiesystem. Die derzeitige Infrastruktur ist diesem Wandel nur bedingt gewachsen. „Der Aufbau einer durchgängig intelligenten Netzsteuerung ist notwendig – auch um das Laden der Fahrzeuge mit grünem Strom sicherzustellen. Die Technologie für das Smart Grid ist bereits heute vorhanden“, sagte Wolfgang Dehen. „Die Weichen für den Aufbau eines intelligenten Systems müssen zügig gestellt werden.“ Die notwendigen Investitionen sollten in der Anreizregulierung entsprechend berücksichtigt werden.

Die Versorgung der Autos mit Strom aus Erneuerbaren Energien ist gesichert: Einem maximalen jährlichen Energiebedarf von 2 Milliarden Kilowattstunden steht eine Erzeugung aus dem prognostizierten Zubau Erneuerbarer Energien von deutlich über 100 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2020 gegenüber. Damit könnten theoretisch 50 Millionen Elektrofahrzeuge versorgt werden.

Der Bericht der Arbeitsgruppe Ladeinfrastruktur und Netzintegration der Nationalen Plattform Elektromobilität kann auf den Internetseiten der Bundesregierung heruntergeladen werden und ist auf Nachfrage bei Siemens und E.ON erhältlich.

Pressekontakte:

E.ON AG
Stefan Pursche
T. +49-89-12 54- 43 02
E-mail stefan.pursche@eon-energie.com
E.ON AG
E.ON-Platz 1
40479 Düsseldorf
SIEMENS AG
Torsten Wolf
T. +49-91 31-18-8 25 32
E-mail torsten.tw.wolf@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector
Freyeslebenstr. 1
91058 Erlangen
Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Torsten Wolf | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.eon.com
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Graduiertenschule HyPerCells entwickelt hocheffiziente Perowskit- Dünnschichtsolarzelle
17.08.2017 | Universität Potsdam

nachricht Lasersensoren LAH-G1 – Optische Abstandssensoren mit Messwertanzeige
15.08.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten