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Stromgenerator nutzt Änderung der Luftfeuchtigkeit

29.01.2014
Bakterielle Sporen speichern Energie - Wasserdampf als Stromquelle

Forscher der Harvard Universität haben einen Prototypen eines elektrischen Generators entwickelt, der durch die Kraft verdampfenden Wassers angetrieben wird. Für die neue Art der Energieerzeugung werden bakterielle Sporen verwendet.


Nebel: Wasserdampf zur Energiegewinnung
Foto: pixelio.de/wolfgang dirscherl

Das Bakterium Bacillus subtilis ist, wenn es getrocknet ist, verrunzelt wie eine Rosine. Im Gegensatz zu Rosinen, die sich nicht mehr in Trauben zurückverwandeln können, sind solche Sporen nach dem Befeuchten in der Lage, ihren alten Zustand wieder herzustellen.

Ungeahntes Potenzial

Der Leiter der Forschungen, Ozgur Sahin, schließt aus dem Verhalten der Sporen, dass die Bakterien offenbar Energie speichern können. Da die Änderung des Feuchtgehaltes solche Sporen deformiert, schlussfolgerten die Forscher, dass die Elemente, die solche Materialien enthalten, fähig sind, auf Änderungen des Feuchtigkeitslevels mit Bewegung zu reagieren.

Das Potenzial seiner Entwicklung beschreibt Sahin so: "Wasserdampf ist die größte Energieressource der Erde. Sonnenlicht trifft auf den Ozean, heizt ihn auf, und die Energie verlässt den Ozean durch Wasserdampf." Die Änderung der Luftfeuchtigkeit von einem trockenen und sonnigen Tag zu einem feuchten, dunstigen Tag ermöglicht es einem flexiblen, mit Sporen bemäntelten Brett, Energie zu generieren.

Erneuerbare Energiequelle

Die auf diese Weise erzeugte Energie soll rund 1.000 stärker sein als ein menschlicher Muskel und zumindest zehnmal so stark wie andere Materialien, die derzeit in Verwendung sind, um Antriebe zu bauen.

"Falls diese Technologie weiter ausgereift wird, hat sie eine wirklich vielversprechende Zukunft. Wenn also die Änderungen in der Luftfeuchtigkeit verwendet werden können, um Elektrizität zu erzeugen, dann könnte eine Weiterentwicklung dieses Prototypen die Welt mit einer neuen Quelle erneuerbarer Energie versorgen", meint Sahin.

Christian Sec | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.wyss.harvard.edu

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