Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start eines Projekts zur Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation

21.01.2010
Das Französische Zentrum für Atomenergie (CEA) hat mit seinen Partnern aus der Industrie die erste Phase des Projekts zum Bau einer Vorführanlage des BtL (Biomass to Liquid) Verfahrens eingeleitet, das die Herstellung von Biokraftstoffen der 2. Generation [1] ermöglichen soll.

Ziel dieses Projekts ist es, die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit der gesamten Produktionskette von Biokraftstoffen zu überprüfen, von der Gewinnung der Biomasse bis hin zur Synthese des Kraftstoffes. Bei dieser Anlage wird weltweit zum ersten Mal Wasserstoff zur Optimierung des Wirkungsgrades eingesetzt.

Die erste Phase umfasst eine detaillierte Planungsstudie für die Konstruktion und Gestaltung der Anlage. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen CNIM als Hauptvertragspartner, der AirLiquide-Gruppe, und den Gesellschaften Choren, SNC Lavalin, Foster-Wheeler France und MSW Energies durchgeführt. Sie

wird voraussichtlich bis Juni 2011 andauern.

Die Anlage wird in Bure-Saudron entstehen, an der Grenze zwischen den Departements Meuse und Haute-Marne, und wird durch die lokale Politik und Wirtschaft unterstützt. Als besonders vorteilhaft erweist sich hier die geographische Lage, da sie die Möglichkeit bietet, auf mehr als 75.000 Tonnen Rohstoffe (Wälder und Landwirtschaft) pro Jahr zurückzugreifen.

Die erwartete Produktionsmenge beträgt ca. 23.000t/Jahr an Biokraftstoffen (Diesel, Kerosin, Naphta).

Dabei wird auf das thermochemische Verfahren zurückgegriffen [2], das sowohl hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Motoren als auch des Schadstoffausstoßes eine sehr gute Qualität des Kraftstoffes garantiert.

- [1] Biokraftstoffe der zweiten Generation werden aus Nebenprodukten der Land- und Forstwirtschaft gewonnen, so z.B. aus Stroh oder Holzabfällen.

- [2] Das andere Verfahren, das die Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation ermöglicht, ist das enzymatische Verfahren, bei dem pflanzliches Glukose in Bioethanol umgewandelt wird.

Quelle: Pressemitteilung des CEA – 17.12.2009
http://www.cea.fr/le_cea/actualites/biocarburants_bure-saudron-27987
Redakteur: Sebastian Ritter, sebastian.ritter@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 175 vom 20.01.2010)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich
Kostenloses Abonnement durch E-Mail an: sciencetech@botschaft-frankreich.de

Sebastian Ritter | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de/
http://www.wissenschaft-frankreich.de/publikationen/wissenschaft_frankreich/index.htm

Weitere Berichte zu: Biokraftstoff Biomass to Liquid Biomasse CEA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen