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Sparsame Metro mit hoher Recyclingquote

18.01.2012
Die neue Metro Inspiro von Siemens ist wohl derzeit einer der leichtesten U-Bahnen.

Die Ingenieure von Rail Systems setzten dafür unter anderem auf Leichtbauweise mit Aluminiumprofilen. Ein aus sechs Wagen bestehender Zug wird so um etwa sechs Tonnen und damit mehr als drei Prozent leichter.


Die Bahn verbraucht weniger Energie oder kann entsprechend mehr Fahrgäste zuladen. Optional können Betreiber den Zug mit weiteren Energiesparsystemen ausrüsten und beispielsweise die Klimaanlage über Kohlendioxidsensoren steuern oder energieeffiziente LED-Beleuchtung einsetzen. Am Ende seiner etwa 40 Betriebsjahre lässt sich der Inspiro nahezu vollständig wiederverwerten. Ab Herbst 2012 werden die ersten 35 Inspiro-Züge an die Warschauer Metro ausgeliefert.

Eine Vielzahl von Maßnahmen reduziert das Gewicht des Inspiro. Alleine die Vorbauten der Wagen, in denen die Kupplungen angebracht sind, wiegen 500 Kilogramm weniger als bisher. Sie sind nun so konstruiert, dass sie auf leichten Aluminiumprofilen basieren. Der gesamte Wagenkasten wurde einer Computeranalyse mit der Finite-Elemente-Methode unterzogen, um zu sehen, wo Material weggelassen werden kann, ohne die Funktion zu beeinträchtigen.

Im Wagen selbst erfüllen einzelne Komponenten möglichst mehrere Funktionen. So fungieren beispielsweise Teile der Wagendecke gleichzeitig als Kabelkanal. Die Lüftungskanäle bestehen statt wie bisher aus Metall aus leichteren Textilien. Ein neuartiger Kork-Aluminium Fußboden ist 30 Prozent leichter als bisher, dämpft Fahrgeräusche ab und bietet außerdem eine bessere Wärmeisolierung. Bereits in der Konstruktion berücksichtigte Maßnahmen sind die Grundlage für die hohe Recylingquote von 95 Prozent, die Siemens bereits mit der Metro Oslo demonstriert hat.

Der Inspiro ist eine Plattform für Metrozüge für die vielfältigen Standards in Europa. Wahlweise kann der Zug zwischen drei und acht Wagen lang sein und unterschiedlich motorisiert werden. Auch Breite, Höhe und Länge der Wagen können – zur Anpassung an gegebene Infrastruktur wie z.B. vorhandene Tunnels und Bahnsteige– variiert werden. Das Konzept reduziert Entwicklungszeit und -kosten. Der Inspiro ist Teil des Siemens-Umwelt¬portfolios, mit dem das Unternehmen 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. (IN 2012.01.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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