Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarflugzeug erfolgreich abgehoben

08.04.2010
Jungfernflug auf 1.200 Meter Höhe dauerte 87 Minuten

Das Solarflugzeug des Schweizer Abenteurers Bertrand Piccard hat seinen ersten Jungfernflug gestern, Mittwoch, erfolgreich bestanden. Mit dem 87 Minuten dauernden Flug auf bis zu 1.200 Meter Höhe sind die Flugpioniere rund um Piccard damit ihrem Ziel nähergekommen, eine 36 Stunden dauernde Weltumrundung allein auf Basis von Solartechnologien zu schaffen.

Riskante Projektphase

"Diese Mission war die riskanteste Phase des gesamten Projekts. Ein derartig großes und leichtes Flugzeug ist bisher noch niemals geflogen. Wir sind überglücklich", sagt André Borschberg, CEO und Mitbegründer des Solar-Impulse-Projekts. Das Solarflugzeug war vor tausenden Schaulustigen gestern Vormittag vom Flughafen Payerne gestartet und nach einigen Wendemanövern wieder sicher gelandet. Als Pilot fungierte der Deutsche Markus Scherdel.

Von den Flugeigenschaften und der Manövrierbarkeit zeigte man sich indes bei den Projektverantwortlichen begeistert. "Das Flugzeug hat sich genau so verhalten, wie wir es uns durch den Simulator erhofft hatten. Was den Startvorgang betrifft, wurden unsere Erwartungen sogar übertroffen, da das Flugzeug bereits nach 200 Metern mit gerade einmal 38 km/h Bodengeschwindigkeit abgehoben ist", erklärt Solar-Impulse-Sprecherin Rachel Bros de Puechredon gegenüber pressetext.

Tatsächlich ein Flugzeug

Noch vor dem Sommer soll das nächste wichtige Etappenziel, der anvisierte Nachtflug (pressetext berichtete: http://www.pressetext.ch/news/091127004/ ), realisiert werden. Bis dahin sind noch fünf bis sechs weitere Flüge geplant, bei denen das Solarflugzeug auf seine volle Funktionstüchtigkeit überprüft werden soll.

"Im Rahmen der nächsten Flüge werden wir versuchen eine Flughöhe von 8.500 bis 9.000 Meter zu erreichen. Auch soll das Flugzeug dann ausschließlich mit aus der Sonne gewonnenen Energie fliegen", sagt Bros de Puechredon. Für den Jungfernflug war das Flugzeug mit voll aufgeladenen Batterien ausgestattet gewesen. "Wir mussten ja erst einmal testen, ob es sich bei dem von uns konstruierten Gerät tatsächlich um ein Flugzeug handelte", so die Solar-Impulse-Sprecherin im pressetext-Gespräch.

Martin Jan Stepanek | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.solarimpulse.com

Weitere Berichte zu: Flüge Jungfernflug Solarflugzeug Solartechnologien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kaltwasserkorallen: Versauerung schadet, Wärme hilft

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind

27.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen

27.04.2017 | Agrar- Forstwissenschaften