Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Solarenergie: Verbesserte Datengewinnung zur stündlichen Sonneneinstrahlung

07.11.2013
Solarenergie ist kostenlos, sauber und meist reichlich vorhanden. Die Sonneneinstrahlung ist aber auch unberechenbarer als so mancher fossiler Energieträger.

Forscher am Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme haben nun ein Modell entwickelt, mit dem sich die stündliche Sonneneinstrahlung genauer vorhersagen lässt.

„Die Gewinnung und Verwendung von Solarenergie wird hinkünftig noch an Bedeutung gewinnen, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Kosten für fossile Energieträger und deren negativer Auswirkungen auf die Ökologie", führt Tamer Khatib (Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme) aus. Er hat gemeinsam mit seinem Kollegen Wilfried Elmenreich einen neuen Ansatz entwickelt, um die Datengewinnung zur Sonneneinstrahlung zu verbessern.

„Daten zur Sonneneinstrahlung geben uns Informationen darüber, wie viel Sonnenenergie an einem bestimmten Ort in einer bestimmten Zeitspanne auf der Erdoberfläche eintrifft“, so Elmenreich. Diese Daten sind nötig, um effiziente Forschung zur Verwendung von Solarenergie zu betreiben.

Messungen der Sonneneinstrahlung sind schwierig und kostspielig, daher stehen sie nicht hinreichend zur Verfügung und die Forscher haben sich nach alternativen Methoden zur Generierung solcher Informationen umgesehen.

Khatib führt dazu aus: „Es gibt Regionen auf der Welt, zu denen es keine Solareinstrahlungsmessdaten gibt. Für diese braucht es ein Werkzeug, um das Potenzial an Solarenergie einschätzen zu können. Andernorts gibt es hingegen tägliche Durchschnittswerte, die aber schlechter für die Evaluierung von Solarenergiesystemen geeignet sind als stündlich erfasste Daten.“ Die Forscher haben nun versucht, intelligente Voraussagetechnologien zu entwickeln, mit denen von den täglich erfassten Daten auf einen stündlichen Durchschnittswert umgerechnet werden kann.

Im Klagenfurter „Smart Grid Lab“ ist es nun gelungen, dafür ein Modell zu entwickeln. Sechs Indikatoren werden eingegeben: tägliche Sonneneinstrahlung, Stundenwinkel, Sonnenuntergangswinkel, Datum, Längen- und Breitengrad. Daraus lässt sich die stündliche Sonneneinstrahlung abschätzen. Wilfried Elmenreich ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Sie zeigen, dass das Modell die stündliche Sonneneinstrahlung sehr gut vorhersagen kann und dass die Vorhersagegenauigkeit höher ist als bei den bisher verwendeten empirischen und statistischen Modellen.“

Dr. Romy Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.aau.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gut sortiert: Schüttgutanlagen werden klüger
30.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften
29.03.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE