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Smart Metering als Basis von Smart Grids: Siemens präsentiert zukunftsorientierte Gesamtlösung

23.09.2010
Als Schlüsselkomponente für den Aufbau von Smart Grids stellte Siemens auf dem diesjährigen Messtechnik-Kongress Metering Europe in Wien eine Smart-Metering-Gesamtlösung vor.

Sie setzt sich aus dem Verbrauchsdatenerfassungs- und Verteilnetzautomatisierungs-System AMIS und dem Zählerdatenmanagementsystem Energy IP zusammen. Als Datendrehscheibe bindet Energy IP vorhandene IT-Systeme der Energieversorger über eine SAP-zertifizierte Schnittstelle in die Smart-Metering-Infrastruktur ein.

Damit können Energieversorger Smart Metering durchgängig nutzen – vom Zähler bis zur Abrechnung, von der Betriebsführung bis zur Netzplanung. Siemens ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das derartige Gesamtlösungen aus einer Hand anbieten kann.

Die Smart-Metering-Lösung von Siemens bildet eine zukunftssichere Basis für künftige Smart-Grid-Anwendungen, welche helfen können, die vermehrte Einspeisung regenerativer Energiequellen zu beherrschen. Zu den Kernaufgaben zählen das Fernauslesen und das Management von allen Zählern in einem Versorgungsgebiet. Gas- und Wasserzähler kommunizieren bidirektional über den intelligenten AMIS-Stromzähler von Siemens. Existierende Rundsteueranlagen können durch die neue Technik ersetzt werden. Zudem können Stromversorger das System nutzen, um Netzparameter wie Über- und Unterspannung, Kurzzeit- und Langzeitausfälle sowie Power-Quality-Indikatoren aus dem Mittelspannungsnetz und beim Endkunden zu erfassen. Basierend auf detaillierten Informationen wie Erdschluss- und Kurzschlussanzeige sowie Asset-Kenngrößen, die messtechnisch erfasst werden können, lässt sich auf diese Weise der gesamte Netzbetrieb optimieren. Darüber hinaus sind Zusatzdienstleistungen wie das Erfassen der Gas- und Wasserverbrauchsdaten möglich.

So deckt Siemens mit seinem Smart-Metering-Portfolio die Anforderungen der Energieversorger auf verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette ab. Verschiedene Lösungsbausteine unterstützen die durchgängige Automatisierung der Prozesse. Dazu gehört einerseits die Integration von Zählern, Datenkonzentratoren und Transaktionsservern des Verbrauchsdatenerfassungs- und Verteilnetzautomatisierungssystem AMIS, andererseits die Anbindung von IT-Systemen der Energieversorger an die Datendrehscheibe Energy IP, das Zählerdatenmanagementsystem des Siemens-Partners eMeter. Lösungen zur fernwirktechnischen Steuerung des Niederspannungsnetzes als auch zur Überwachung der Netzqualität sowie die Unterstützung der Masseninstallation von elektronischen Zählern komplettieren das Portfolio. Spezielle IT-Lösungen sorgen für eine durchgängige Prozessintegration in die Branchen-IT-Lösung SAP Utilities.

Grundlage für diese Integration bildet eine service-orientierte Architektur, die Messdaten, Alarme und Steuerdaten bidirektional zwischen SAP, Energy IP und Drittsystemen wie Lastmanagement, Ausfallmanagement oder Arbeitsauftragswesen austauscht. Das Zählerdatenmanagementsystem bildet dabei das Nervenzentrum der intelligenten Zählerinfrastruktur. Diese Daten- und Prozessintegration ermöglicht es Energieversorgungsunternehmen, ihre administrativen Geschäftsprozesse zu optimieren und gleichzeitig ihre Kundenpflege zu intensivieren.

Auf der Metering Europe in Wien wurde gezeigt, wie Siemens das Zählerdatenmanagementsystem Energy IP als Teil einer Smart-Metering-Gesamtlösung über die SAP-zertifizierte MDUS-Schnittstelle (Meter Data Unification and Synchronization) in eine existierende IT-Landschaft eines Unternehmens einbindet. Das galt sowohl für die Smart Meter des AMIS-Systems von Siemens als auch für Zähler anderer Hersteller. Eine der gezeigten Schnittstellen ermöglichte den Informationsfluss und die Befehlsübergabe zwischen SAP und dem Zählerdatenmanagementsystem, eine andere den Informationsfluss in Richtung Netzplanung.

Dazu demonstrierte Siemens mit seinem Netzplanungstool Sincal in Wien, wie sich anstelle von statistisch angenommenen Verbrauchsdaten durch das Zählerdatenmanagementsystem akkumulierte Messdaten als reale Lastprofile der Verbraucher für die Netzplanung und -simulation einsetzen lassen, um eine genauere Berechnungsbasis zu haben. Die Verwendung tatsächlicher Verbrauchswerte wird umso notwendiger, je mehr regenerative Energiequellen ins Netz einspeisen oder zukünftig vermehrt Energie in der Nacht entnommen wird, beispielsweise zum Laden von Elektrofahrzeugen.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen für intelligente Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 23 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 210 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart, das ist so viel wie New York, Tokio, London und Berlin in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2009 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,8 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 30 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2009 über 85.100 Mitarbeiter.

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Dietrich Biester | Siemens Energy
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