Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens und Statoil entwickeln Unterwasser-Hydraulikaggregat

10.04.2015

Siemens und Statoil haben gemeinsam ein neues Unterwasser-Hydraulikaggregat entwickelt, das für Offshore Öl- und Gasfelder hydraulische Energie direkt am Bohrloch bereitstellen kann.

Das neue Aggregat – Subsea Hydraulic Power Unit (SHPU) – kann als Alternative zu den Versorgungskabeln oder bei einem möglichen Ausfall eingesetzt werden. Es liefert Hydraulikflüssigkeit mit niedrigem und hohem Druck an das Untersee-Steuermodul am E-Kreuz.

Das Untersee-Steuermodul betätigt die Hydraulikventile, das Bohrloch-Sicherheitsventil sowie die Bohrlochdrossel und schiebehülse. Das Aggregat hat jetzt das Qualifizierungsverfahren bestanden, bei dem verschiedene Funktionsprüfungen unter Überdruck, vergleichbar mit 500 Meter Wassertiefe, absolviert werden mussten.

Das Hydraulikaggregat ist ein wichtiger Baustein für die branchenweite Vision einer Unterwasserfabrik, bei der sich die prozesstechnischen Anlagen direkt auf dem Meeresboden befinden. Das Modul wurde als Notfalllösung für eine defekte Nabelschnurleitung in einem Nordsee-Ölfeld entwickelt.

Neben dieser Funktion kann das Aggregat auch zur Verlängerung der Lebensdauer von bestehenden Ölfeldern ("brownfields") eingesetzt werden. Bei der Erschließung neuer Ölfelder ("greenfields") kann das Aggregat – insbesondere in großer Wassertiefe und bei weiten Entfernungen – als kostengünstige Alternative zu den komplexen Nabelschnurleitungen ("umbilical lines") dienen.

Dabei werden die hydraulischen Energieübertragungsleitungen durch die hydraulische Energieerzeugungs- und Speichereinheit ersetzt. Die hydraulischen Reibungsverluste in den Nabelschnurleitungen entfallen somit und der Platz- und Gewichtsbedarf an der Oberflächenstation kann reduziert werden. Das Modul verfügt über genormte Anschlüsse und ist konzeptionell dem lokalen Untersee-Steuermodul untergeordnet, mit dem es über eine SIIS-Schnittstelle Level 2 oder Level 3 verbunden wird.

Das Aggregat entnimmt die benötigte elektrische Hilfsenergie aus der vorhandenen Infrastruktur an der Bohrstelle und liefert im Gegenzug die hydraulische Energie, die für die Betätigung der Bohrlochventile erforderlich ist.

Durch diese Betriebsweise kann das Hydrauliksystem schnellere Ansprechzeiten bei geringerem Energieverbrauch erzielen. Der Betrieb des Aggregats macht keine Änderungen an der Notabschaltstrategie für die Bohrstelle erforderlich.

Das Aggregat kann an alle bekannten Hydraulikschnittstellen angepasst werden und lässt sich unkompliziert unterseeisch installieren, da das Modul für eine ROV-unterstützte Installation mit Einpunktaufhängung konzipiert ist.

Weitere Informationen zum Thema subsea grid finden Sie unter www.siemens.com/energy/subsea


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Reference Number: PR2015040179EMDE


Ansprechpartner
Herr Heiko Jahr
Division Energy Management
Siemens AG

Freyeslebenstr. 1

91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7295-75

heiko.jahr​@siemens.com

Heiko Jahr | Siemens Energy Management

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Seilzugsensor MH60 – erfolgreicher Einsatz in rauer Umgebung
20.04.2018 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Treiber für Digitalisierung von Industrieanlagen: ABB, HPE und Rittal stellen Secure Edge Data Center vor
20.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics