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Siemens erweitert globales Fertigungsnetz für Gasturbinen

16.11.2011
Neue US-Fabrikationsstätte in Charlotte produziert für die USA und den Weltmarkt

Siemens baut sein weltweites Produktionsnetz für Gasturbinen weiter aus und hat dazu in den USA mehr als 350 Millionen US-Dollar in eine 42.000 Quadratmeter große Fertigungsstätte investiert. Am Standort Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina hat Siemens dadurch 700 neue Arbeitsplätze geschaffen.

“Mit unserer hochmodernen Gasturbinenproduktion setzen wir neue Maßstäbe bei Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sowie in puncto Flexibilität. Von Charlotte aus werden wir künftig nicht nur die USA und andere Länder mit 60-Hertz-Stromnetzen bedienen, sondern wir werden unsere fortschrittliche Kraftwerkstechnik in alle Welt exportieren. Die Ausfuhren des Standortes sollen damit auf über 400 Millionen US-Dollar pro Jahr steigen. Charlotte ist neben Berlin die zweite tragende Säule in unserem internationalen Fertigungsverbund, den wir durch Produktionsstätten in Russland und Saudi-Arabien weiter stärken werden”, sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Siemens-Sektors Energy. Charlotte ist weltweit der einzige Siemens-Standort, an dem sowohl Gas- als auch Dampfturbinen sowie Generatoren gefertigt werden. Außerdem spielt das Werk auch eine Schlüsselrolle für das wichtige Servicegeschäft im Kraftwerksbereich.

Die weltweite Nachfrage nach hocheffizienten Gaskraftwerken wird getrieben von der hohen Verfügbarkeit von Erdgas, dem alternden Kraftwerkspark und den Bestrebungen zur Kohlendioxid-Minderung. „Davon wird Siemens als Marktführer mit einem Marktanteil von 40 Prozent bei fortschrittlichen Gasturbinen natürlich profitieren. Wir betrachten die USA als sehr attraktiven Markt und werden eine wichtige Rolle dabei spielen, dort und weltweit den steigenden Bedarf nach sauberer, erschwinglicher und zuverlässig verfügbarer Energie zu decken“ ergänzte Süß. Mit rund 60.000 Mitarbeitern in allen 50 Bundesstaaten hat sich Siemens in den USA als einer der Hauptarbeitgeber etabliert. „Dank der Unterstützung durch den Staat North Carolina und der örtlichen Verwaltung, die uns bei unserer Ansiedlung geholfen hat, konnten wir in Charlotte ein Drehkreuz für den weltweiten Export von Kraftwerkstechnik etablieren. Bis 2014 könnte sich dadurch die Mitarbeiterzahl am Standort um weitere 400 auf 1.800 Arbeitsplätze erhöhen“, sagte Süß. In der Region dürften infolge der Investitionen zusätzlich 2.000 indirekte Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern entstehen.

Der US-Strommarkt ist der größte der Welt und steht für ein Fünftel sowohl des globalen Elektrizitätsbedarfs als auch der Kraftwerkskapazitäten. Kraftwerkslösungen von Siemens stellen ein Drittel der US-Versorgung sicher. Energiemanagement- und Hochspannungssysteme von Siemens kommen in einem Drittel des US-Stromübertragungsnetzes zum Einsatz und konnten die Übertragungsleistung im amerikanischen Netz um bis zu ein Viertel erhöhen. Siemens hat sich in den USA zudem als ein führender Lieferant für Windenergieanlagen etabliert.

Das Durchschnittsalter von Kohlekraftwerken in den USA liegt bei rund 40 Jahren, was für einen Austausch gegen moderne, wesentlich effizientere Kraftwerke spricht. Selbst im Vergleich zu den erheblich jüngeren US-Gaskraftwerken reduziert die neueste Gasturbinengeneration von Siemens im Kombi-Betrieb mit einer Dampfturbine sowohl den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) als auch den Gasverbrauch um ein Drittel. Im Vergleich zu Kohlekraftwerken würde die Emissionsminderung noch wesentlich höher ausfallen. In Irsching in der Nähe von München hat Siemens mit seiner innovativen Technologie jüngst den Rekordwirkungsgrad von 60,75 Prozent im GuD-Betrieb erreicht. Die hochflexiblen Turbinen der sogenannten H-Klasse sind zudem ideale Lieferant für Reserveleistung, wenn größere Anteile der Stromproduktion aus schwankenden erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Sonnenkraft stammen.

Hocheffiziente Gasturbinen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

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Alfons Benzinger | Siemens Energy
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