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Siemens und E.ON untersuchen Konzepte zur Nutzung von Kohle in Gasturbinen-Kraftwerken

01.03.2010
Um in Zukunft Kohle zur klimafreundlichen Stromerzeugung nutzen zu können, ist es wichtig den CO2 -Ausstoß aus Kraftwerken zu minimieren.

Dabei spielen Technologien zur CO2-Abtrennung und Speicherung (CCS) eine wichtige Rolle. Siemens Energy und die E.ON untersuchen nun im Rahmen einer Kooperation verschiedene Modelle zur Erzeugung elektrischer Energie aus Kohle mit neuester Gasturbinentechnologie und CO2-Abtrennung.


Der von Siemens Fuel Gasification Technology in Freiberg entwickelte VergaserSFG-500.

Ziel der Zusammenarbeit ist die Bewertung der verschiedenen Konzepte sowohl aus Betreiber- als auch aus Herstellersicht.

Die hier zum Tragen kommende sogenannte Pre-Combustion-Carbon-Capture-Technologie (CO2-Abtrennung vor der Verbrennung) beruht auf der Umwandlung von Kohle in brennbares Gas. Dieses sogenannte Synthesegas kann mit speziell entwickelten Gasturbinen in IGCC- (Integrated Gasification Combined Cycle) oder GCC-Kraftwerken (Gasification Combined Cycle) zur Stromerzeugung verwendet werden. Alternativ hierzu besteht die Möglichkeit das Synthesegas über den Prozess der Methanierung in ein synthetisches Erdgas (Synthetic Natural Gas, SNG) umzuwandeln. Dieser Weg hat den Vorteil, dass das SNG in bestehende und neue Standard Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerke auch mit der neu entwickelten Gasturbine SGT5-8000H ohne Modifikationen zur Anwendung kommen kann.

Grundlage dieser Technologie ist die Vergasung der Kohle in einem von Siemens Fuel Gasification Technologies entwickelten Vergaser. Das Kohlendioxid kann aus dem Synthesegas mittels eines physikalischen Abscheidungsprozesses mit einer hohen Abscheiderate abgetrennt werden. Außer Kohle können auch andere Brennstoffe, wie Biomasse oder Raffinerierückstände eingesetzt werden.

Gerda Gottschick | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/press/de/index.php?content=energy&id=67124#story

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