Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bringt Smart-Grid-Fernwirkgerät für dezentrale Stromerzeuger auf den Markt

07.02.2014
Die Siemens-Division Smart Grid hat mit Sicam SGU ein kommunikationsfähiges Feldgerät auf den Markt gebracht, mit dem sich verteilte Energieressourcen kommunikationstechnisch an ein Netzleitsystem oder Energiemanagementsystem anbinden lassen.

Eingesetzt als Ein-/Ausgangseinheit (E/A) können Stromversorger und Stadtwerke über das Smart-Grid-Fernwirkgerät dezentrale Stromerzeugungsanlagen und -verbraucher steuern und überwachen. Einsetzbar ist Sicam SGU vor allem bei der Bündelung dezentraler Energiequellen zu einem virtuellen Kraftwerk, bei verteilten Stromerzeugungsanlagen, die über eine EEG-Box gesteuert werden, bei Demand-Response-Anwendungen sowie beim Aufbau von Microgrids.


Smart-Grid-Fernwirkgerät Sicam SGU

Stromerzeugung und Stromverbrauch permanent auszubalancieren, ist in einem Smart Grid mit vielen regenerativen Energiequellen und steuerbaren Lasten eine größere Herausforderung an das Leitsystem als in einem herkömmlichen Netz. Dazu braucht das System kommunikationsfähige E/A-Einheiten wie Sicam SGU, um auch die Feldebene steuern und überwachen zu können. Zur Kommunikation mit einem Leitsystem wie Spectrum Power oder dem Energiemanagementsystem DEMS von Siemens nutzt das Feldgerät ein integriertes Mobilfunkmodul oder eine Ethernet-Verbindung. Damit können über die sechs E/A-Ports des Geräts dezentrale Stromerzeugungsanlagen oder -verbraucher gesteuert werden.

Die integrierte GPRS-Mobilfunkkarte ist zudem eine kostengünstige Alternative zu einer Lichtwellenleiterverbindung oder zu einem separaten externen Modem. Damit ausgerüstet, ist Sicam SGU für die Anbindung verteilter, regenerativer Energiequellen an Leit- und Energiemanagementsysteme aller Art geeignet. Zum Beispiel kann das Fernwirkgerät als DER Controller (Decentralized Energy Resources) bei virtuellen Kraftwerken zur Kommunikation mit dem Energiemanagementsystem eingesetzt werden.

Auch für die Integration erneuerbarer Energiequellen in Microgrids ist Sicam SGU geeignet. Als kompaktes Fernwirkgerät ermöglicht Sicam SGU Applikationen für die Energieflusssteuerung oder die Datenerfassung in Orts- und Verteilnetzen. Dazu kann das Gerät als Steuergerät in einer EEG-Box genutzt werden, einem Schaltkasten mit intelligenter Fernwirktechnik zur Leistungsüberwachung regenerativer Stromerzeuger nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In allen drei Fällen wird zur Kommunikation das Kommunikationsprotokoll IEC 60870-5-104 genutzt. Bei Sicam SGU als Feldgerät für Demand-Response-Managementsysteme kommt das interoperable und datengeschützte Kommunikationsprotokoll OpenADR (Automated Demand Response) zum Einsatz.

Siemens sorgt bei allen Anwendungen seines neuen Fernwirkgeräts für die nötige Datensicherheit. Eine Verbindung zu einem geschlossenen VPN-Rechnernetz (Virtual Private Network), basierend auf IPsec (Internet Protocol Security), ermöglicht eine verschlüsselte Datenübertragung. Beim Einsatz ohne Mobilfunkmodul stellt TLS, das integrierte Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet, End-to-End-Datensicherheit für die OpenADR-Kommunikation her.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios. Rund 43 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Produkte und Lösungen. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie.

Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 90.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige und intelligente Infrastruktur-Technologien. Dazu gehören Produkte, Systeme und Lösungen für intelligentes Verkehrsmanagement, Schienenverkehr, Smart Grids, Energieverteilung, energieeffiziente Gebäude und Sicherheitslösungen. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Building Technologies, Low and Medium Voltage, Mobility and Logistics, Smart Grid und Rail Systems zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/infrastructure-cities

Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Städten ein End-to-End-Portfolio an Produkten und Lösungen für den Aufbau intelligenter Energieversorgungsnetze. Smart Grids ermöglichen einen bidirektionalen Energie- und Informationsfluss. Damit sind sie Voraussetzung für die Einbindung von mehr erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Mit den in Smart Grids anfallenden Daten können Energieversorger darüber hinaus ihre Anlagen kosteneffizienter betreiben. Software-Lösungen, die Daten aus Smart Grids analysieren, werden daher immer wichtiger. Dabei verwendet die Division Eigenentwicklungen, setzt aber auch auf ein System aus Software-Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.de/smartgrid

Reference Number: ICSG201402045d

Ansprechpartner
Herr Dietrich Biester
Division Smart Grid
Siemens AG
Gugelstr. 65
90459 Nürnberg
Tel: +49 (911) 433-2653
dietrich.biester​@siemens.com

Dietrich Biester | Siemens Infrastructure
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie