Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sichere Energieverteilung auf Schiffen und Offshore-Plattformen

30.05.2012
3. Rittal Branchentag „Schiff & See“ in Hamburg

Auf dem dritten Rittal Branchentag „Schiff & See“ am 10. Mai 2012 in Hamburg informierten Experten über die sichere Energieverteilung in martimen Anwendungen. Zu den Referenten gehörten namhafte Vertreter vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), Phoenix Testlab, Besecke, Eplan und Rittal.


Prof. Dr.-Ing. Günter Ackermann vom Institut für Elektrische Energiesysteme und Automation der Technischen Universität Hamburg-Harburg war einer der Top-Referenten des 3. Rittal Branchentags „Schiff&See“ in Hamburg.
Quelle Rittal GmbH & Co. KG

Teilnehmer der Fachveranstaltung auf dem Museumsschiff „Cap San Diego“ waren Entwickler, Projekt- und Einkaufsverantwortliche von Werften und Schiffbau-Zulieferern.

Die Energieverteilung in martimen Anwendungen befindet sich in einem starken Wandel. Insbesondere die steigende Komplexität von Schiffen und Plattformen für die geplanten Offshore-Windparks bringt neue technologische Herausforderungen mit sich. Gerade das Thema Sicherheit steht hier im Mittelpunkt: Die Energieverteilung von Schiffen und Offshore-Plattformen muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein.

Um sich zu diesem Thema über aktuelle Entwicklungen und Trends zu informieren, nutzten am 10. Mai 2012 rund 50 Teilnehmer aus der maritimen Branche den 3. Rittal Brachentag „Schiff & See“ in Hamburg. Über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Schifffahrts- und Schiffbaumärkte referierte Hauke Schlegel vom VDMA Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie. Obwohl sich der Schwerpunkt des Schiffbaus nach Fernost verlagert habe, würden – so der Experte – doch Deutschland und andere Länder aus Mitteleuropa die Rangliste der Zulieferländer anführen.

Prof. Dr.-Ing. Günter Ackermann vom Institut für Elektrische Energiesysteme und Automation der Technischen Universität Hamburg-Harburg verdeutlichte, wie sich die elektrischen Maschinenleistungen seit 1995 etwa bei Passagierschiffen deutlich gesteigert haben. So verfüge zum Beispiel die „Celebrity Solstice“ über 67,2 Megawatt Maschinenleistung. Der Bedarf an Nieder- und Mittelspannungsanlagen in Schiffen steige permanent, dabei zeige sich ein Trend zur dezentralen Energieversorgungen und zu Landanschlüssen während der Hafenliegenzeit.

Einen umfassenden Überblick, welche Anforderungen Klassifikationsgesellschaften an die Energieverteilung haben, gab Dietmar Frei von Phönix Testlab. Er erläuterte EMV- und Umweltprüfungen für eine Klassenzulassung und signifikante Änderungen der IACS (International Association of classification societies Ltd.) E10. Wie modernste Energieerfassungen und Auswertungen auf Megayachten und Kreuzfahrtschiffen aussehen, veranschaulichte Henry Fischer von Besecke.

Einen interessanten Einblick in aktuelle Strategien und Lösungen zur Energieübertragung im Offshore-Bereich gab Thomas Kreter, Systemberater von Rittal, am Beispiel des Projektes „HelWin2“, einer Netzanbindung für den geplanten Nordsee-Offshore-Windpark Amrumbank West. Dort kommen Ri4Power-Anlagen von Rittal zur Energieversorung der HGÜ (Hochspannungs-Gleichstromübertragung)-Plattformen zum Einsatz.

Welche Vorteile sich Anlagen- und Steuerungsbauern durch die Verwendung von effizienten Software- und Planungstools bieten, verdeutlichten Jan Fleming von Eplan und Claus Trapp von Rittal. Was die neue Vorschrift IEC 61439-1/-2 für Niederspannungsschaltanlagen von Herstellern von Schaltanlagen verlangt, erläuterte Michael Schell, Leiter Produktmanagement Power Distribution von Rittal. Bei einer abschließenden Diskussionsrunde, die von Wilfried Braun, Rittal, geleitet wurde, gingen die Referenten auf detaillierte Fragen der Fachteilnehmer ein.

Rittal GmbH & Co. KG

Die Rittal GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in allen Bereichen der Industrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz.

Zum breiten Leistungsspektrum gehören dabei auch Komplettlösungen für modulare und energieeffiziente Rechenzentren, vom innovativen Sicherheitskonzept (ehemals Litcos) bis zur physikalischen Daten- und Systemsicherung der IT-Infrastruktur (ehemals Lampertz). Der führende Softwareanbieter Eplan sowie der Softwarehersteller Mind8 ergänzen die Rittal Systemlösungen durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen.

1961 gegründet, ist Rittal mittlerweile mit 10 Produktionsstätten, 63 Tochtergesellschaften und 40 Vertretungen weltweit präsent. Mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern ist Rittal das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group, Haiger, Hessen. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt 11.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.

Hans-Robert Koch | Rittal GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.rittal.de
http://www.friedhelm-loh-group.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften