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Sicher auf LED-Röhrenlampen umsteigen

03.02.2011
Mit einer Verbraucherinformation zu LED-Röhrenlampen wenden sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Regierungspräsidium Kassel und VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH an die Öffentlichkeit.

Darin warnen sie vor Gefahren, die beim Wechsel von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhrenlampen auftreten können. Beim Wechsel zur neuen Technik sollte kein Umbau der Leuchte erfolgen, da die Gefahr von Stromschlägen oder Kurzschlüssen bestehen kann.

Die Experten empfehlen die Retrofit-Variante, bei der die LED-Lampe zusammen mit einem speziellen Starter verkauft wird. Diese Variante eignet sich jedoch nicht für alle Leuchten. Deshalb muss auf die Hinweise des Herstellers geachtet werden. Alle Informationen befinden sich im Internet unter der Adresse www.baua.de.

Hintergrund: LED-Röhrenlampen sind flimmerfrei und sparen Strom. Damit sind sie eine starke Konkurrenz für Neonröhren und finden eine immer größere Verbreitung. Das Angebot ist groß, die Informationstiefe für den Verbraucher gering. Die Verbraucherinformation stellt Vor- und Nachteile der neuen Leuchtmittel vor und gibt Hinweise für die Auswahl sicherer LED-Röhrenlampen, wenn ein Ausstieg aus der Leuchtstoffröhre geplant ist.

Am Markt befinden sich zurzeit vier Varianten von LED-Röhrenlampen. Bei der Retrofit-Variante wird die LED-Lampe zusammen mit einem speziellen Starter vertrieben. Ein Umbau der vorhandenen Leuchte ist beim Wechsel nicht notwendig. Dies ist jedoch bei der Konversions-Variante der Fall. Der Umbau der Leuchte hat aber Konsequenzen. Der Umbauer wird zum Hersteller der Leuchte, der für die Sicherheit verantwortlich ist. Zudem drohen Kurzschlüsse oder Stromschläge, wenn der Umbau nicht korrekt erfolgt. Dies gilt auch für die „vorgetäuschten“ Retrofit-Varianten, die trotz anderer Bezeichnung einen Umbau der Leuchte erfordern. LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang stufen die Experten aus der Produktsicherheit als besonders gefährlich ein. Da bei diesen Röhrenlampen die elektrischen Kontakte von Außen nicht sichtbar sind, besteht beim Wechseln der LED-Röhren die Gefahr eines Stromschlags. Verbraucher sollten deshalb auf LED-Röhren verzichten, die nach Angaben der Hersteller keinen Starter benötigen.

Die Experten des VDE, der Marktaufsicht und der BAuA warnen aufgrund möglicher Gefährdungen und möglicher Produkthaftung vor einem Umbau von Leuchten, wenn ein Umstieg auf LED-Röhrenlampen erfolgt. Aus diesem Grund empfehlen sie den Einbau von Retrofit-Varianten, die sich jedoch nicht für alle Leuchten eignen. Beim Wechsel sollte zudem darauf geachtet werden, dass nur geprüfte und zertifizierte LED-Lampen verwendet werden.

Weitere Informationen hält die BAuA auf ihrem Portal unter http://www.baua.de im Bereich „Geräte- und Produktsicherheit – Elektrische Produkte“ bereit – auch unter http://www.produktsicherheitsportal.de.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
Weitere Informationen:
http://www.baua.de/de/Geraete-und-Produktsicherheit/Produktgruppen/Elektrische-Produkte/LED-Roehrenlampen.html

Direkter Link zu dem Informationen über LED-Röhrenlampen auf der BAuA-Website

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de
http://www.produktsicherheitsportal.de

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