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Im Schwarm unterwegs / Greenpeace Energy, Planet energy und Stadtwerk Haßfurt testen virtuelles Kraftwerk

01.02.2013
Die Hamburger Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy, das Tochterunternehmen Planet energy und das Stadtwerk Haßfurt haben mit dem Test eines so genannten virtuellen Kraftwerkes begonnen.

Das Kraftwerk verknüpft die Leistung von zunächst zwei Windparks und einem Blockheizkraftwerk (BHKW), um windschwache Zeiten zu überbrücken. Weht weniger Wind als vorhergesagt, springt innerhalb von Minuten das aus Hamburg gesteuerte BHKW im bayrischen Haßfurt an und gleicht den fehlenden Windstrom aus. Die Wärme, die zugleich erzeugt wird, heizt die lokale Schwimmhalle sowie eine Grundschule.

Solche flexiblen Kraftwerke werden benötigt, um die schwankende Einspeisung von Wind und Sonne auszugleichen und die Stromnetze in Balance zu halten. "Das ist umso dringender, da die Erneuerbaren Energien bereits in wenigen Jahren mehr als die Hälfte des Stroms liefern werden", erläutert Sönke Tangermann, Geschäftsführer von Planet Energy.

Zu diesem Schluss kommt auch die "Kompassstudie Marktdesign", die Greenpeace Energy Ende 2012 mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie und dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme veröffentlicht hat. Die Studie beschreibt die Leitideen für das Stromsystem von morgen, in dessen Mittelpunkt die Erneuerbaren Energien stehen.

Planet energy sammelt mit dem Pilotprojekt wertvolle Erkenntnisse, wie etwa die Fernsteuerung optimal funktioniert, aber auch wie wirtschaftlich solche Lösungen sind, bei denen Anlagen im Schwarm geschaltet sind. "Selbst wenn wir das zunächst im Kleinen erproben, das Prinzip ist entscheidend und zeigt, was morgen in Deutschland selbstverständlich sein sollte", sagt Norbert Zösch, Geschäftsführer des Stadtwerks Haßfurt.

Die Deutsche Umwelthilfe attestierte dem Stadtwerk Haßfurt im Januar 2013, "Vorreiter der Energiewende" zu sein - eine Auszeichnung, die auch für die Kooperation mit Greenpeace Energy vergeben wurde. Seit einem Jahr können Privat- und Geschäftskunden in den Ökostrom-Tarif des Stadtwerkes wechseln. Vorlieferant für den sauberen Strom ist Greenpeace Energy. Bis dato entschieden sich über 100 Kunden für diese Option.

Neben Haßfurt arbeitet Greenpeace Energy bereits mit drei weiteren Stadtwerken zusammen. Für die Zukunft sind weitere Kooperationen geplant. Neben der Lieferung von Ökostrom an Stadtwerke sind auch gemeinsame Projekte wie der Bau flexibler Kraft-Wärme-Anlagen oder der Bau eines Elektrolyseurs für die Windgasproduktion denkbar.

Damit ließe sich auch das Blockheizkraftwerk in Haßfurt betreiben, das derzeit noch mit Erdgas läuft.

Kontakt:
Dr. Kirsten Brodde
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Greenpeace Energy eG
Schulterblatt 120
20357 Hamburg
Telefon 040 / 808 110 - 658
Mobil 0160/ 969 70 159
Fax 040 / 808 110 - 677
kirsten.brodde@greenpeace-energy.de

Dr. Kirsten Brodde | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace-energy.de

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