Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schutz gegen Cyber-Angriff für alternde Stromnetze

14.04.2010
Siemens Corporate Technology (CT) entwickelt Sicherheitstechnik, um das US-Stromnetz vor Angriffen aus dem Internet zu schützen. Eine zentrale Aufgabe ist dabei, die regional stark unterschiedlichen Systeme unter einem gemeinsamen Sicherheitsrahmen zu vereinen. Damit auch in Zukunft Schutz gegen alle Eindringlinge besteht, soll die Lösung an sämtliche Automatisierungssysteme für Stromnetze angepasst werden können.

Das Vorhaben wird vom amerikanischen Energieministerium (Department of Energy, DoE) finanziert, nachdem vergangenes Jahr bekannt wurde, dass heimtückische Software in das Netz eingeschleust worden war. Der Fall zeigte ein nationales Sicherheitsrisiko auf, beim dem die Möglichkeit eines landesweiten Stromausfalls bestanden hatte. Ein Prototyp des Systems wurde zusammen mit anderen vom DoE finanzierten Projekten auf der Messe DistribuTECH in Tampa im US-Staat Florida vorgestellt.


Das amerikanische Stromnetz ist im Schnitt etwa 40 Jahre alt. Damals waren Internet-Angriffe unvorstellbar. Die neue Sicherheitstechnik setzt auf die bestehende Struktur auf und kann sowohl von Kontrollzentralen als auch von Umspannwerken aus betrieben werden. So genannte Sicherheitsagenten an den geschützten elektronischen Geräten sind mit Ver- und Entschlüsselungstechniken ausgestattet und können Eindringlinge erkennen sowie den Netzzugang kontrollieren. Weil die existierenden Kommunikationssysteme der Umspannwerke auf Telefonkabeln mit niedriger Bandbreite basieren, sorgt ein Sicherheitsschalter dafür, dass zeitkritische Daten ohne Verzug übermittelt werden. Der Prozess wird über eine Bedienkonsole am Kontrollzentrum des Netzbetreibers von einem Sicherheitsmanager kontrolliert, einer Einheit, die das gesamte System leitet und überwacht.

Siemens entwickelte zusammen mit dem DoE, dem Idahoe National Laboratory und dem Center for Advanced Energy Systems an der Rutgers Universität in New Jersey einen Prototypen, der bereits in Idaho getestet wurde. Anhand von Risikomodellen für die Umspannstationen und das gesamte Netz wurde ein optimierter und wirtschaftlicher Sicherheitsplan aufgestellt. Das System vernetzt und sichert alle der etwa 5000 Umspannwerke in den USA und sorgt so für landesweiten Schutz. Die Technik könnte künftig auf amerikanische Öl- und Gasleitungen ausgedehnt werden, die ähnlichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind. (RN 2010.04.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten