Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller Service für Verkehrsleitsysteme

05.05.2014

Eine neue App von Siemens halbiert die Zeit für Technikereinsätze bei intelligenten Verkehrsleitsystemen an Autobahnen.

Die automatischen Anzeigetafeln auf den Schilderbrücken werden über Sensoren gesteuert, wobei der Datenaustausch zwischen Sensoren, Schildern und der Zentrale über eine Streckenstation am Straßenrand erfolgt.

Ein Techniker, der an den Anlagen auf der Brücke Änderungen vornimmt, muss immer wieder zur Streckenstation hinuntersteigen, um seine Befehle zu quittieren. Mit der InterUrbanService App bekommt er nun alle Informationen direkt auf seinem Smartphone angezeigt.

Für komplexere Arbeiten kann er über die App die Zentrale mit einbinden. Die Lösung verkürzt nicht nur die Zeit für die Inbetriebnahme und Wartung der Anlagen, sie macht die Arbeit körperlich weniger anstrengend. Bis zu 190.000 Fahrzeuge am Tag sind auf manchen Autobahnabschnitten unterwegs. Intelligente Verkehrsleitsysteme sorgen dafür, dass auch bei einer so hohen Verkehrsdichte alles im Fluss bleibt.

Sensoren messen das Verkehrsaufkommen, Wetter- und Sichtverhältnisse oder den Fahrbahnzustand und melden die Daten an eine Streckenstation am Straßenrand. Diese leitet die Information an die Zentrale, die sie auswertet und entsprechende Schaltbefehle für die Anzeigen zurückschickt - beispielsweise Stauwarnungen oder Geschwindigkeitsvorgaben.

Die Streckenstation leitet die Befehle an die Anzeigetafeln weiter. Wird eine Schilderbrücke neu eingerichtet, werden die Sensoren und Aktoren einzeln nacheinander und nicht gleichzeitig installiert. Weil der Techniker nur an der Streckenstation den aktuellen Zustand eines Sensors oder Aktors abrufen kann, muss er nach jeder auf der Brücke vorgenommenen Einstellung diese an der Streckenstation nachprüfen.

Bei rund zwölf Sensoren und etlichen Schildern pro Brücke klettert er unzählige Male die Leiter hinauf und herunter.  Das viele Hin und Her hat mit der InterUrbanService App ein Ende. Die App verbindet das Smartphone des Technikers über Bluetooth mit der Streckenstation und stellt eine Echtzeit-Internetverbindung zur Zentrale her.

Nun kann der Techniker auf der Brücke jederzeit den Status der Sensoren und Aktoren abrufen. Das spart Zeit und macht die Arbeit einfacher und sicherer, weil viele Auf- und Abstiege über die Leiter wegfallen.  Kann der Techniker vor Ort keine Diagnose stellen, kann er über die App direkt einen Verkehrsingenieur aus der Zentrale einbinden.

Das Smartphone hat die gleiche Bedienoberfläche wie die Zentrale. So lässt sich der Fehler diagnostizieren und neue Parameter können sofort aufspielt werden. Weil die Streckenstationen manchmal bis zu 100 Meter von der Schilderbrücke entfernt sind, bietet Siemens auch einen Bluetooth Booster an, der diese Distanz überbrückt. Die InterUrbanService App ist als Lizenz für Android-Smartphones und Tablets erhältlich. (2014.05.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten