Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saubere Rundfahrt: Robo-Butler für Gebäudereinigung

23.01.2014
Sie sollen Büros sauber machen und Papier entsorgen: Roboter für die gewerbliche Reinigung.

Wissenschaftler am Fraunhofer IPA entwickeln dafür im Verbundprojekt »Plug & Play für Automatisierungssysteme« (AutoPnP) die notwendige Steuerungssoftware. Dank intelligenter Softwarefunktionen können die mobilen Assistenten Schmutz erkennen und beseitigen sowie Papierkörbe leeren. Erste Anwendertests fanden im Dezember beim Reinigungsspezialisten Dussmann in Berlin statt.

Bei der professionellen Gebäudereinigung entfallen 70 Prozent der Arbeiten darauf, Böden sauber zu machen und Abfälle zu entsorgen. Für die automatisierte Umsetzung dieser Aufgaben entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer IPA den Roboterassistenten »Care-O-bot® 3« weiter und programmierten die notwendigen Softwarefunktionen. Der mobile Robo-Butler soll gewerblich genutzte Innenräume wie z. B. Büros selbstständig reinigen. Neben dieser und weiteren Anwendungen der Servicerobotik wird im Verbund projekt AutoPnP eine modulare Softwarearchitektur entwickelt. Dadurch lassen sich die einzelnen Hard- und Softwarekomponenten mit geringem Aufwand von einem Roboter system zum anderen übertragen.

Fußböden reinigen und Papierkörbe leeren

Bei der täglichen Fußbodenreinigung sucht der Roboter Büroräume nach eventuellen Verschmutzungen ab, die mit einem Reinigungsgerät entfernt werden. Dabei fährt er zunächst autonom durch offenstehende Büros und inspiziert die Fußbodenflächen. Verschmutzungen werden dabei automatisch erkannt, kartiert und dann vom Roboter gereinigt. Auf Basis von Algorithmen zur Klassifizierung von Objekten kann der Roboter zudem Papierkörbe erkennen. Durch die visuelle Prüfung des Füllstands können diejenigen Papierkörbe identifiziert werden, die der Roboter mit seinem Arm greifen und in einen Sammelbehälter entleeren soll.

Anwendertests bei der Dussmann AG

Damit die entwickelten Lösungen den Anforderungen der Praxis gerecht werden, findet die Umsetzung in enger Kooperation mit dem Reinigungsspezialisten Dussmann statt.

Als Demonstrationshardware wird der am Fraunhofer IPA entwickelte Serviceroboter Care-O-bot® 3 eingesetzt und weiterentwickelt. »Auf Basis der modularen Softwarestruktur ist es mittelfristig auch möglich, die konzipierte Lösung auf eine speziell für dieses Einsatzfeld angepasste und damit entsprechend kostengünstige Roboterplattform zu übertragen«, sagt Richard Bormann, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Roboterund Assistenzsysteme. »Im Dezember fanden in Berlin die ersten Anwendertests mit dem Demonstrator bei Dussmann statt, welche die Umsetzbarkeit solcher Reinigungsanwendungen mit dem heutigen Stand der Technik erfolgreich demonstrierten«, so Bormann.

Das Verbundprojekt AutoPnP steht für »Plug & Play für Automatisierungssysteme« und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Messen und Veranstaltungen:
Schunk Expertdays 2014 | Hannover Messe 2014 | Automatica 2014
Beteiligte Konsortialpartner:
Fraunhofer IPA | fortiss GmbH | Technische Universität Berlin/DAI-Labor
Dussmann AG | Schunk GmbH | Festo AG | Festo Didactic GmbH & Co. KG

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.autopnp.com/
http://www.ipa.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektrische Felder steuern Nano-Maschinen 100.000-mal schneller als herkömmliche Methoden
19.01.2018 | Technische Universität München

nachricht Perowskit-Solarzellen: mesoporöse Zwischenschicht mildert Einfluss von Defekten
18.01.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie