Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saubere Energie: Ökostrom aus Holzresten

04.08.2009
Holzreste können jetzt in großem Umfang zur Energiegewinnung genutzt werden.

Siemens hat hierfür eine Anlage entwickelt, die Abfälle aus der Holzproduktion in Brennstoffe verwandelt. Die damit erzeugte Energie reicht aus, um tausende Haushalte mit Elektrizität und Wärme zu versorgen.


Besonderheit dieses regenerativen Brennstoffes ist ein deutlich geringerer Kohlenstoffdioxid-Ausstoß gegenüber anderen fossilen Energieträgern, wie beispielsweise Steinkohle. Grundlage ist das von Siemens Industry Solutions entwickelte Reject-Power-Verfahren zur Gewinnung von elektrischer Energie und Prozesswärme durch das Verbrennen von Reststoffen.

Das neue Böblinger Biomasseheizkraftwerk hat den Testbetrieb erfolgreich abgeschlossen. Herzstück der Reject Power Anlage von Siemens ist ein Schleuderrad. Hier werden die brennbaren Abfälle aus der Holzproduktion getrocknet und mit hohem Tempo in die Brennanlage eingeworfen. Der erzeugte Dampf wird über eine Turbine in Strom umgewandelt und gleichzeitig für Fernwärme genutzt. Ein Generator speist die gewonnene Elektrizität in das öffentliche Netz ein. Dadurch können mehr als 5.000 Menschen mit elektrischer Energie versorgt werden.

Mit dem Reject-Power-Konzept von Siemens hat bereits ein österreichischer Papierhersteller Mayr-Melnhof gute Erfahrungen gemacht. Das Verfahren ist ein Baustein des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 bereits 19 Milliarden Euro Umsatz erzielt hat. Für 2011 wird ein Umsatz von 25 Milliarden Euro angestrebt.

Vorteil dieser in Deutschland neuartigen Anlage ist vor allem, dass sie die Nutzung von Holzabfällen mit hohem Wassergehalt ermöglicht. Solche Brennstoffe entstehen beispielsweise bei der Produktion von Hackschnitzeln. Da herkömmliche Hackschnitzelheizanlagen diese sogenannten Siebreste nicht verarbeiten können, war ihre stoffliche Verwertung lange Zeit undenkbar. Bislang wurden die zurückbleibenden Siebreste kostenlos abgegeben, das Material jedoch nicht in ausreichender Menge abgenommen. Für die Energieerzeugung werden in der Böblinger Anlage jährlich 20.000 Tonnen dieses natürlichen Brennstoffes eingesetzt. Durch den geringen CO2-Ausstoß der Anlage entsteht sprichwörtlich reiner Ökostrom. (IN 2009.08.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie