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Sandwiches fangen das Sonnenlicht und beflügeln den Umstieg auf erneuerbare Energien

05.12.2011
Online-Voting über zukunftsträchtige Innovationen

Deutschland ist Vorreiter bei der Energiewende - weg von Kernkraft und Kohle und hin zu erneuerbaren Energiequellen.

Bis 2022 sollen die Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen.

Gleichzeitig soll die Stromgewinnung aus Sonne, Wind und anderen erneuerbaren Quellen massiv ausgebaut werden. Auch in anderen Ländern stammt immer mehr elektrischer Strom aus regenerativen Quellen. Eine zentrale Säule für eine weltweite Energiewende ist die Solarenergie.

Ihr Potenzial ist nahezu unerschöpflich. Doch die Stromerzeugung per Fotovoltaik - der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom - ist noch teuer und in ihrer Effizienz noch nicht ausgereizt.

Um die Nutzung der Fotovoltaik wirtschaftlich rentabel zu machen, muss die Technologie deutlich leistungsfähiger werden.

Eine Gruppe von Fraunhofer-Forschern aus Freiburg sowie der baden-württembergischen Unternehmen Soitec und AZUR SPACE haben ein pfiffiges technisches Konzept entwickelt, mit dem sich dieses Ziel erreichen lässt. Dazu griffen die Forscher zu einem Trick: Sie kombinierten mehrere Solarzellen miteinander, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Da jedes Material einen anderen Anteil des Regenbogenspektrums einfängt, lässt sich so insgesamt ein größerer Teil des Sonnenlichts zur Stromerzeugung nutzen. Zusätzlich konzentrieren Linsen das Licht der Sonne fünfhundertfach auf das Solarzellen-Sandwich. Auf Nachführeinheiten werden die Module nach dem Sonnenstand ausgerichtet. Das erhöht zusätzlich den Wirkungsgrad - und macht die Technologie, die bislang nur in der Raumfahrt Verwendung fand, ökonomisch lukrativ. Künftig werden sich damit Fotovoltaik-Kraftwerke vor allem in sonnenreichen Regionen realisieren lassen, die in großem Stil Solarstrom liefern.

Konzentrator-Fotovoltaik auf der Basis von Mehrfach-Solarzellen ist eine von drei Innovationen, die für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert sind. Den Sieger wird Bundespräsident Christian Wulff am 14.Dezember bekanntgeben.

Doch auch die Meinung des Publikums ist gefragt: Welches Forschungsprojekt ist das technisch anspruchsvollste, welches wird die größten Auswirkungen auf Gesellschaft und Alltag jedes Einzelnen haben? Welches verspricht für Sie den größten persönlichen Nutzen?

Onlineabstimmung noch bis 11. Dezember 2011

Informationen, Bilder und Videos zum Download auf www.deutscher-zukunftspreis.de.

Pressekontakt:
Büro Deutscher Zukunftspreis
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Tel. +49 (0) 89 - 30 70 34 44
Fax +49 (0) 89 - 39 29 87 31
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