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Rumänien: In einem Jahr zur LED-Fertigung

05.06.2012
Seit September 2011 beschäftigt die Experten für das Fertigen unter reinen Bedingungen am Fraunhofer IPA ein neues Großprojekt
Innerhalb eines Jahres soll in Rumänien erstmalig eine Produktionsstätte für hochmoderne und stromsparende LEDs entstehen. Der Auftrag bescherte dem Team des Fraunhofer IPA den größten Neukundenauftrag des dritten Quartals 2011 im internen Ranking der Fraunhofer-Gesellschaft.

Die LED-Fertigung ist ein schnell wachsender Markt mit hohem Potenzial für innovative Entwicklungen. LEDs werden nicht nur in vielen Geräten als Signalleuchten verwendet, sondern aufgrund ihres geringen Energieverbrauchs, langer Lebenszeit, kleiner Größe und auch ihrer schnellen Reaktionszeit für zahlreiche andere Beleuchtungszwecke genutzt.
Ihre Fertigung erfordert jedoch eine hochreine Produktionsumgebung sowie ein adäquates Gesamtkonzept in Bezug auf die benötigten Anlagen, den Materialfluss und die Fertigungsprozesse. Sowohl Partikel, Elektrostatik als auch molekulare Kontamination können sich negativ auf die Fertigung selbst und auf das LED-Produkt auswirken. Anlagenausfälle, hoher Materialausschuss und fehlerhafte Endprodukte können beispielsweise die Folge sein.

Das insgesamt 14 Millionen Euro umfassende Projekt wird mit 9 Millionen Euro von der Nationalbehörde für Wissenschaftliche Forschung (ANCS) gefördert. »Das Fraunhofer IPA ist stolz darauf, die europäische Ausschreibung zur Realisierung der LED-Fertigung in einem ehemaligen Halbleiterfertigungswerk gewonnen zu haben«, sagt Dr. Udo Gommel, Leiter der Abteilung Reinst- und Mikroproduktion, und nennt einige der Herausforderungen für die Forscher und Entwickler: »Ein Großteil der Reinräume sind im Kellergeschoss realisiert worden.
Wir mussten die durch Feuchtigkeit belasteten niederen Gebäudeteile im Untergeschoss sehr aufwändig konzipieren, damit die LED-Spezifikationen in Bezug auf Temperatur und Feuchte erfüllt werden.« Hinzu kommen unterschiedlichste Strategien für den Aufbau einer Forschungslinie. Diese sollten die IPA-Wissenschaftler so konzipieren, dass sie vom Fertigungsbetrieb später problemlos adaptiert werden kann.

Für das ganze Projekt zeichnet sich das Fraunhofer IPA verantwortlich. Als Generalunternehmer koordiniert sie alle Gewerke und handwerklichen Ausführungen, achtet auf die Einhaltung der Zeitpläne und Kosten und garantiert die wissenschaftliche Exzellenz der angewandten Lösungen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dr.-Ing. Udo Gommel | Telefon +49 711 970-1633 I udo.gommel@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

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