Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rote Leuchtdiode stellt Effizienzrekord auf

09.08.2010
Osram Opto Semiconductors hat die Effizienz seiner roten Hochleistungs-Leuchtdiode (LED) im Labor um 30 Prozent gesteigert. Dieser Rekord geht auf die Optimierung der eingesetzten Chips zurück.

Die verbesserte LED ist derzeit effizienter als alle anderen Dioden im gleichen Wellenlängenbereich. Rote LED finden sich zum Beispiel in den Rück- und Bremslichtern von Autos oder in der Beleuchtung von Gebäuden und Bühnen.


Sie liefern eine der drei Grundfarben in kleinen Projektoren oder erzeugen im Zusammenspiel beispielsweise mit weißen LED angenehmes, warm-weißes Licht für die Raumbeleuchtung. Durch den Effizienzsprung liefern sie nun mehr Licht bei gleichem Stromverbrauch. Anwendungen sparen nicht nur Energie, sondern auch Platz, weil sie mit weniger Leuchtdioden die gleiche Helligkeit erzeugen können.

Die Effizienz einer LED beschreibt, welche Menge Licht man aus einem Watt elektrischer Leistung erhält. Sie hängt davon ab, wie viel Licht im Chip erzeugt wird und welcher Teil tatsächlich an der Oberfläche emittiert oder ausgekoppelt wird. Für eine hohe Auskoppel-Effizienz muss die Struktur im Chipinnern und an der Oberfläche so beschaffen sein, dass möglichst wenig Licht reflektiert und im Chip absorbiert wird. Für den neuen Chip haben die Entwickler von Osram sowohl das Material als auch die Auskoppel-Effizienz ihrer leistungsfähigen Dünnfilmchips verbessert.

Das Resultat ist der Prototyp eine roten Golden Dragon Plus LED mit 615 Nanometern (nm) Wellenlänge, die bei 350 Milliampere Strom 119 Lumen Licht pro Watt liefert. Ihr hoher Wirkungsgrad von 44 Prozent bedeutet auch, dass sich die Verlustwärme im Vergleich zur bisherigen LED-Version fast halbiert. Dadurch sinkt der Aufwand für die Kühlung und die Designs können kleiner ausgelegt werden. Weil das Vergussharz im Gehäuse die Auskopplung des Lichts ebenfalls beeinflusst, profitieren unvergossene Chips noch stärker von den erreichten Effizienzsteigerungen.

Die Technologie soll jetzt möglichst schnell vom Labor in die Fertigung überführt werden. Die Osram-Entwickler erwarten sich weitere deutliche Effizienzsteigerungen, denn bisher sind weder die Möglichkeiten der Materialverbesserung noch der Optimierung der Auskoppeleffizienz ausgereizt. Außerdem ist geplant, die neue Technologie auf gelbe (590 nm) und hyperrote (645 nm) LED auszuweiten. (RN 2010.08.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften
29.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten