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Mit Robotertechnik effizient produzieren: Automatisierungslösungen für die Fleischwirtschaft

21.02.2014
Verbraucher erwarten zu Recht hochwertige, sichere und bezahlbare Fleischerzeugnisse von den Unternehmen, die angesichts einer kostenintensiven Erzeugung und Produktion sowie eines hohen Preisdrucks im Handel mit den vorhandenen Ressourcen besonders effizient umgehen müssen.

Vor diesem Hintergrund initiierte der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) 2010 ein DFG/AiF-Clusterprojekt, das die Erarbeitung einer neuartigen Zerlegetechnik für Fleisch sowie die Entwicklung der dazu notwendigen Sensor- und Automatisierungstechnik zum Ziel hatte – für eine effizientere Produktion sicherer Fleischerzeugnisse.

Synergien in der Forschungsförderung konnten dabei zielgerichtet genutzt werden, indem zeitgleich Fragestellungen sowohl aus der Grundlagen- als auch aus der Industriellen Gemeinschaftsforschung bearbeitet wurden.

Das Clusterprojekt, an dem neun Forschergruppen in sechs Teilprojekten beteiligt waren, konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. Im Rahmen eines Abschlusssymposiums wurden die umfassenden Ergebnisse am 21. Februar präsentiert. Rund 70 Experten aus Industrie und Wissenschaft kamen zu der Veranstaltung nach Bonn.

Der FEI hat eine Abschlusspublikation mit den zentralen Ergebnissen des Clusterprojektes veröffentlicht. Einzelexemplare der 136 Seiten umfassenden Print-Publikation sind gebührenfrei beim FEI erhältlich. Ein PDF der Publikation steht ebenfalls zum Download zur Verfügung: www.fei-bonn.de/abschlusspublikation-minimal-processing/

Eine Online-Dokumentation des Abschlusssymposiums mit den Präsentationen der Referenten wird am 26. Februar unter www.fei-bonn.de/dokumentationen.html veröffentlicht.

Zum thematischen Hintergrund
Fleisch spielt als Proteinquelle eine wichtige Rolle in der menschlichen Ernährung – und deutsche Fleischerzeugnisse stehen dabei auf der Beliebtheitsskala ganz oben: Knapp 60 kg Fleisch und Fleischwaren jährlich verzehren die deutschen Verbraucher durchschnittlich pro Kopf, davon fast 38 kg Schweinefleisch.

Aktuelle Diskussionen um Fleischskandale, Tierschutz bei der Schlachtung, Mindestlohn und Arbeitnehmerüberlassung schärfen das Bewusstsein von Unternehmen und Verbrauchern. Zugleich stehen die Unternehmen der Fleischwirtschaft – bei hohen Qualitäts- und Hygienestandards – vor enormen Herausforderungen: Ein intensiver Wettbewerb und ein hoher Preisdruck erfordern innovative Ansätze in der Fleischproduktion. Um in diesem Spannungsfeld die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhalten zu können, war die synergetische Zusammenführung von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung ideal: Sie ermöglichte die Erarbeitung von Automatisierungslösungen für effizientere Produktionsprozesse.

Zum DFG/AiF-Clusterprojekt
Neun Wissenschaftlergruppen aus ganz Deutschland forschten drei Jahre lang interdisziplinär im Rahmen des Clusterprojektes „Minimal Processing in automatisierten Prozessketten der Fleischverarbeitung am Beispiel der Feinzerlegung von Schweinefleisch (Schinken)“. Federführend konzipiert und fachlich koordiniert wurde das Cluster von Prof. Dr. Antonio Delgado von der Universität Erlangen-Nürnberg.

Realisiert werden konnte das Clusterprojekt durch eine gemeinsame Initiative der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft), der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und des FEI sowie durch Förderung des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die Beteiligung von drei Wirtschaftsverbänden sowie 24 Unternehmen sicherte die Praxisnähe der Forschungsarbeiten.

Neben fleischverarbeitenden Betrieben werden vor allem Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Sensorentwicklung, der Informations- und der Automatisierungstechnologie von den umfassenden Ergebnissen und Erkenntnissen des Clusterprojektes profitieren können.

Weitere Informationen:
http://www.fei-bonn.de/abschlusspublikation-minimal-processing/ - Abschlusspublikation

Daniela Kinkel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fei-bonn.de

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