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RKW Kompetenzzentrum gibt der Energiewende ein Gesicht: Projekt „Energiegründer“ sucht und veröffentlicht innovative Ideen

03.06.2015

Mit der Website www.energiegruender.de macht das Projekt „Energiegründer“ des RKW Kompetenzzentrums seit September 2014 auf Gründungen im Bereich der erneuerbaren Energien aufmerksam und stellt auf der modern gestalteten Plattform bereits 28 Startups mit innovativen Ideen vor. Weitere Energiegründer haben noch immer die Gelegenheit, ihr Profil für die Seite einzureichen. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Energiegründer zu schaffen und die Gründeraktivitäten nachhaltig zu steigern. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (BMWi).

Es gibt viele erfolgreiche Energiegründer in Deutschland. Ihre Geschichten sind jedoch weitgehend unbekannt, obwohl nach einer vom ZEW im Frühjahr 2014 veröffentlichten Studie in den Jahren 2009 bis 2011 jährlich rund 3.000 Unternehmen alleine im Marktsektor „eEnergie-Erzeugung“ gründeten.

Von 2000 bis 2012 hat sich der Bestand an Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien insgesamt von rund 26.000 auf ca. 60.000 sogar mehr als verdoppelt. Dennoch hat die fehlende Wahrnehmung über Energiegründer zur Folge, dass viele potenzielle Gründer nicht über die guten Karrierechancen im Bereich Energieerzeugung informiert sind.

Das liegt auch daran, dass viele Gründer vorwiegend im Hintergrund arbeiten. Dies soll ein Ende haben: Um zukünftig weitere Gründer für den Energiesektor zu begeistern, möchte das RKW Kompetenzzentrum den Energiegründern und ihren Innovationen eine Plattform und damit die Gelegenheit bieten, sich selbst und ihre Projekte öffentlichkeitswirksam und im Sinne einer Vorbildfunktion darzustellen. Dabei stehen vor allem die persönlichen Geschichten und Visionen der Gründer im Vordergrund.

„Durch die sehr persönliche Vorstellung der Gründer auf energiegruender.de wollen wir potenzielle Gründer dazu animieren, mit ihrer Idee ein eigenes Startup zu gründen. Denn so unterschiedlich der Background unserer Energiegründer auch sein mag, haben sie eines gemeinsam:

Den Willen etwas zu verändern und mit viel Engagement und Mut aus einer Idee innovative, junge Unternehmen zu schaffen“, so Dr. Thomas Funke, Leiter des Bereichs Gründungen beim RKW Kompetenzzentrum und selbst (Mit-)Gründer mehrerer Startups. Es seien schließlich gerade Energiegründer, die entscheidende Meilensteine für die Energiewende in Deutschland setzten und sich durch Innovationskraft und intelligente Lösungen auszeichneten.

So werden auf www.energiegruender.de wöchentlich neue Energiegründer vorgestellt. Im Laufe des  Projektes ist bereits eine umfassende Sammlung von und mit Energiegründern entstanden, die stetig weiter ausgebaut wird. Ein Blog ermöglicht darüber hinaus die Vernetzung der Akteure untereinander, informiert über aktuelle Themen aus der Energiegründerszene und liefert weitere Informationen über den Verlauf der Gründungen, die unter anderem Unternehmensgründungen sowie Spin-Offs von Universitäten oder Vereine und deren innovative Produkte und Dienstleistungen als Beitrag zur Energiewende umfassen.

Das breite Spektrum der Gründungsaktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien reicht von Sonnen- und Windenergie bis hin zu Software-Lösungen oder innovativen Verfahren im Bereich der Produktion. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten als Startup in diesem Bereich Fuß zu fassen.

Wie sehr sich die Branche verändert, berichtet auch Energiegründer Christoph Ostermann von Sonnenbatterie, ein Pionier am schnell wachsenden Markt für dezentrale, intelligente Lithium-Speichersysteme: „Als wir anfingen, gab es weder Nachfrage noch Angebot für Solarenergie-Speichersysteme. Heute ist es ganz normal, den eigenproduzierten Strom auch selbst zu verbrauchen.“

Max Nastold, Co-Gründer und Geschäftsführer von e-Motion Line als Startup, das seinen Kunden den Zugang zu einer technisch sinnvollen, ökonomisch lohnenswerten sowie ökologisch nachhaltigen Elektromobilität ermöglicht, berichtet von seinen Erfahrungen: „Der Glaube an die Zukunft der e-Mobilität war unsere Initialzündung. Über die ersten Jahre haben wir dann gelernt, was es wirklich bedeutet, E-Mobilität am Markt zu etablieren. Nach einem schwierigen Start wächst die Bereitschaft von Unternehmen, Elektromobilität in ihre Fuhrparks zu integrieren inzwischen rasant.“

Viele weitere Ideen mit Potenzial schlummern noch in den Schubladen. Denn oftmals haben Entwickler innovativer Konzepte eine Gründung gar nicht auf dem Radar. So auch Jelena Stojadinovic, die jahrelang an Membranen zur ressourcenschonenden Wasserstoffherstellung forschte. Erst nach viel Überzeugungsarbeit von außen gründete sie Membrasenz. „Zu Beginn fühlte ich mich einer Gründung gar nicht gewachsen. Aber durch Freunde, Kollegen und Inkubatoren bekamen wir so viel Unterstützung und Zuspruch, dass alle Zweifel an diesem Abenteuer schnell verflogen waren.“

Ein Startup zu gründen war für sie schließlich die gute Mischung aus ihrer Passion, der Forschung, und der Industrie.

Weitere Energiegründer werden gesucht: Mitmachen kann jeder, dessen Projekt oder Idee bereits heute in ökologischer Dimension etwas verbessert oder verändert, die Vernetzung und den Wissenstransfer zum Thema Energie unterstützt oder den Dialog über Lösungen im Energiebereich fördert. Im Energiesektor werden die Bereiche Energieversorgung, Gasversorgung, Kälte- und Wärmeversorgung  sowie Dienstleistungen und Investitionsgüterproduktion erfasst. Die Energiewende lässt sich jedoch nicht ausschließlich auf den Energiesektor reduzieren. Zusätzlich leisten auch Unternehmen aus einem breiten Spektrum an Sektoren und Wirtschaftszweigen Beiträge zur Energiewende.

Anmeldungen können unter energiegruender@rkw.de  eingereicht werden.

Das Projekt Energiegründer wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und in Abstimmung mit Partnern geplant und umgesetzt. Mit Borderstep, Bettervest und Climate-KIC Centre Hessen konnten bereits wichtige Partner für die Entwicklung der Online-Plattform gewonnen werden.

Über das RKW Kompetenzzentrum:

Das RKW Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu halten. In der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden praxisnahe Empfehlungen und Lösungen zu den Themen Fachkräftesicherung, Innovation und Gründung entwickelt. Das RKW Kompetenzzentrum ist eine bundesweit aktive, gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und
Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e. V.

Weitere Informationen zum RKW Kompetenzzentrum: www.rkw-kompetenzzentrum.de


Pressekontakt:

Alexandra Koch
Kommunikation
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-3241
koch@rkw.de

Fachkontakt:

Dr. Kai Morgenstern
Projektleiter
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-4943
morgenstern@rkw.de

Alexandra Koch | RKW Kompetenzzentrum

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