Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prototyp der neuen getriebelosen 6-MW-Windturbine von Siemens geht in Testbetrieb

09.06.2011
Weniger Komponenten und geringeres Gewicht senken Kosten für Offshore-Windenergie

Siemens Energy hat den ersten Prototyp seiner neuen Generation von Offshore-Windenergieanlagen im dänischen Høvsøre errichtet und den Testbetrieb aufgenommen. Die neue SWT-6.0-120 Windturbine mit einer Leistung von sechs Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 120 Metern basiert auf der innovativen Direktantriebstechnik von Siemens. Mit einem Gesamtgewicht von weniger als 350 Tonnen für Maschinenhaus und Rotor setzt die 6-MW-Windenergieanlage neue Standards im Offshore-Windgeschäft, die sich auch positiv auf die Kostenstruktur auswirken werden.


Die neue 6-MW-Windturbine ist der dritte Anlagentyp mit Direktantrieb, den Siemens entwickelt hat. Ein erster Prototyp wird jetzt umfangreichen Tests hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit unterzogen. Die Anlage zeichnet sich insbesondere durch ihr geringes Gesamtgewicht aus. „Bisher sind Windturbinen mit höherer Megawatt-Leistung überproportional schwerer als kleinere Maschinen. Die SWT-6.0-120 bricht diese Regel und wiegt nur so viel wie konventionelle Windturbinen in der 2- bis 3-Megawatt-Klasse“, sagte Henrik Stiesdal, Chief Technology Officer der Business Unit Siemens Wind Power. „Dank unserer zielgerichteten Innovationsstrategie und unserer langjährigen Erfahrung in der Windindustrie konnten wir das Gewicht von nur 350 Tonnen bei einer gleichzeitig extrem robusten Bauweise erreichen.“ Dadurch reduzieren sich nicht nur die Kosten für die Windturbine selbst, sondern auch für die Türme und Fundamente. Dies wird auch die Kosten von Strom aus Offshore-Windkraftwerken weiter senken.

„Wir haben die SWT-6.0-120 speziell für Offshore-Windkraftwerke der Zukunft entwickelt. Mit dem ausgeklügelten und zugleich einfachen Design unserer getriebelosen Anlagen konnten wir die Anzahl der rotierenden Teile erheblich reduzieren. Mit unserer neuen 6-MW-Windturbine setzen wir neue Maßstäbe in puncto Leistung, Robustheit und Wartungsfreundlichkeit. Dies sind entscheidende Parameter für den erfolgreichen Einsatz unter den widrigen Bedingungen auf hoher See“, sagte Stiesdal.

In der neuen getriebelosen Windenergieanlage kommen Schlüsseltechnologien zum Einsatz, die sich bereits in der 3,6-MW-Variante bewährt haben. So wird die erste Serie der 6-MW-Windturbine auch mit Rotorblättern des Typs B58 ausgestattet. Siemens stellt diese Rotorblätter nach dem patentierten IntegralBlade-Verfahren aus einem Guss und ohne Naht- und Klebestellen her.

Das Design der SWT-6.0-120 zeichnet sich zudem durch hohe Service- und Wartungsfreundlich-keit aus. So ist im hinteren Teil der Gondel eine Abseilplattform integriert, die Servicetechnikern vom Hubschrauber aus den einfachen und sichereren Zugang ermöglicht. Verbesserte Diagnose-Verfahren minimieren das Ausfallrisiko und sorgen für maximale Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlage.

Im laufenden Kalenderjahr wird Siemens zusätzliche Prototypen der SWT-6.0-120 errichten und umfassende Testläufe fahren. Im Rahmen einer Vorserienfertigung werden in den kommenden zwei Jahren weitere Maschinen installiert, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit weiter zu optimieren. Die Serienproduktion ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Bis heute hat Siemens mehr als 600 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1.800 MW in europäischen Gewässern installiert. Mit einem Auftragsbestand an Offshore-Windprojekten mit einer Gesamtleistung von 3.600 MW ist Siemens der klare Marktführer bei der Nutzung der Windenergie auf dem Meer.

Windenergieanlagen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistun¬gen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter.


Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: ERE201106070

Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-Mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Renewable Energy Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht SmartMeter analysieren mit Algorithmen den Stromverbrauch
01.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS

nachricht Energiehybrid: Batterie trifft Superkondensator
01.12.2016 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie