Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PC-Shutdown als Energie-Goldgrube

09.02.2009
Automatisches Abschalten senkt Stromverbrauch dramatisch

Mit "PowerDown" haben Mitarbeiter der University of Liverpool eine Software-Lösung zum automatischen Abschalten ungenutzter Computer entwickelt. Denn solche Geräte fressen unnötig Strom und verursachen damit massive Kosten.

"Das größte Einsparungspotenzial bietet das bei frei zugänglichen PCs etwa an Universitäten oder Schulen", sagt Lisa Nelson vom Computing Services Department der britischen Universität im Gespräch mit pressetext. Die einfache, kostenlose Lösung ist aber nicht nur für den akademischen Bereich, sondern auch für Unternehmen interessant.

"Auch in Unternehmen gibt es oft geteilt genutzte Computer beispielsweise für Außendienstmitarbeiter, die ständig laufen", betont Nelson. Durch PowerDown können große Organisationen etliche Tausend Euro im Monat an Stromkosten sparen, wie die eigenen Erfahrungen der University of Liverpool belegen.

"Ein durchschnittlicher PC, der 24 Stunden am Tag läuft, aber nur 40 Stunden pro Woche genutzt wird, verbraucht etwa 17 Kilowatt Strom, von denen 13 verschwendet sind", erklärt Nelson. Das summiert sich schnell zu gewaltigen Summen, wie das Technikteam der University of Liverpool festgestellt hat. Allein die 1.600 zur Universitäts-Bücherei zählenden Geräte haben pro Woche rund 20.000 Kilowatt verschwendet, was bei aktuellen britischen Strompreisen etwa 2.750 Euro entspricht. Die University of Liverpool konnte eigenen Angaben zufolge dank PowerDown mittlerweile 24 Mio. der teuren PC-Leerlaufstunden verhindern.

Die Liverpooler Lösung für das Stromverschwendungs-Problem ist einfach. "PowerDown besteht aus einer Reihe von Batch-Dateien, die existierende Freeware-Utilities nutzen", erklärt Nelson. Informationen dazu, wie die kostenlosen Werkzeuge bezogen und installiert werden können, finden sich auf http://pcwww.liv.ac.uk/powerdown . Sind die Softwarekomponenten auf einem PC installiert, wird dieser heruntergefahren, sobald er 30 Minuten ungenutzt bleibt. Dieser Standardwert kann bei Bedarf auch angepasst werden. Ferner ist es möglich, PowerDown bei Bedarf zu deaktivieren - beispielsweise, wenn rechenintensive Programme unbeaufsichtigt über Nacht laufen sollen.

Das Joint Information Systems Committee, das sich für die effiziente Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im britischen Bildungswesen stark macht, hat PowerDown in einem jüngst veröffentlichten Report zu nachhaltigen IKT-Strategien lobend erwähnt. Die Lösung wird bereits von einer Reihe akademischer Einrichtungen weltweit genutzt, so die University of Liverpool.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.liv.ac.uk
http://www.jisc.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochpolige Push-in-Kontakteinsätze für schwere Steckverbinder
22.05.2018 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Crimpzange mit drehbarem Gesenk
18.05.2018 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics