Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Partnerschaft zur nachhaltigen Energieversorgung

15.01.2013
Die Fraunhofer-Gesellschaft und die University of British Columbia werden künftig gemeinsam nachhaltige Konzepte für die Energiegewinnung und -versorgung der Zukunft entwickeln.

Der Übergang von fossilen Rohstoffen zu nachhaltigen und regenerativen Energiekonzepten ist eine Herausforderung, vor der über kurz oder lang alle Industrienationen stehen werden. Um sie zu meistern, werden neue Technologien benötigt. Deutsche und kanadische Unternehmen haben hier derzeit die Nase vorn.


50-Kanal-Anlage zur Charakterisierung von Brennstoffzellen. © Fraunhofer ISE

Die neue Forschungsallianz, die Fraunhofer und die University of British Columbia UBC jetzt eingehen, soll zum Ausbau der gemeinsamen Führungsrolle beitragen. Am 21. Dezember 2012 wurde der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

»Die Zusammenarbeit mit der UBC wird uns bei einem unserer Schlüsselthemen unterstützen« erklärt Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Die sich ändernden Energiequellen des 21. Jahrhunderts bringen noch viele Fragen mit sich, die wir lösen müssen. Mit der UBC haben wir einen exzellenten internationalen Partner für die Energieforschung gefunden«. Und Projektleiter Dr. Christopher Hebling, Leiter des Bereichs Energietechnik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, ergänzt:
»Die UBC hat ebenso wie Fraunhofer die Bedeutung der Umwelttechnologien für die Zukunft erkannt. Beide Partner leisten in diesem Feld nicht nur herausragende Forschung, sondern zeichnen sich durch eine gemeinsame Strategie zur Zusammenarbeit mit der Industrie aus. Die Kooperation wird die weltweiten Spitzenpositionen von UBC und Fraunhofer in diesem Markt stärken und ausbauen.«

Neben dem ISE in Freiburg sind auch das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen sowie das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz an der Forschungskooperation beteiligt. Der Forschungspartner auf kanadischer Seite ist das Clean Energy Research Centre der UBC. Fraunhofer und die kanadische Universität fördern das auf mehrere Jahre ausgelegte Projekt mit insgesamt rund vier Millionen Euro.

Gemeinsam mit den kanadischen Partnern werden die Fraunhofer-Forscher beispielsweise untersuchen, wie sich elektrische Energie, die von Windparks oder Solaranlagen produziert wird, speichern lässt. Eine Möglichkeit besteht darin, Wasserstoff zu erzeugen. In einem der Kooperationsprojekte wollen die Wissenschaftler und Ingenieure jetzt untersuchen, wie sich Wirkungsgrad und Leistungsfähigkeit durch neuartige Elektroden und Elektrolyseure verbessern lassen. Ein zusätzliches Teilprojekt untersucht das Recycling des in der Produktion von Solarzellen verwendeten Wasserstoffs. Will man die im Wasserstoff gespeicherte Energie zurückgewinnen, um zum Beispiel einen Motor anzutreiben, benötigt man Brennstoffzellen. Diese wollen die Forscher noch leistungsfähiger und zuverlässiger machen. Die Spezialisten vom ISE haben zusammen mit ihren Kollegen von der UBC bereits eine weltweit einzigartige Methode zur ortsaufgelösten Charakterisierung von Brennstoffzellen entwickelt. Damit lassen sich die in den Zellen stattfindenden Prozesse genau untersuchen, was wiederum eine Ableitung des Optimierungspotenzials für die jeweiligen Zellen ermöglicht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation ist die effiziente Umwandlung von Biomasse: Bei der Vergasung von Holz und Holzabfällen soll der Teergehalt im entstehenden Produktgas durch neue Reinigungsmethoden kontrolliert und signifikant reduziert werden. Das erzeugte Gas kann dann direkt den Verbrennungsanlagen zur kombinierten Erzeugung von Wärme und Energie zugeführt werden.

Im Energiemix der Zukunft spielt auch Wind eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit den Forschern in Vancouver wollen Experten bei Fraunhofer untersuchen, wie sich Windkraftanlagen mit Hilfe innovativer Produktionstechnologien effizienter produzieren lassen.

Dr.ChristopherHebling | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2013/Januar/partnerschaft-zur-nachhaltigen-energieversorgung.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Leuchtende Nanoarchitekturen aus Galliumarsenid
22.02.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Neuer Sensor zur Messung der Luftströmung in Kühllagern von Obst und Gemüse
22.02.2018 | Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics