Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierungspotenzial von Elektrofiltern schnell und aufwandsarm ermitteln

07.05.2009
Siemens bringt mobile Testinstallation zum Kunden

Die Siemens-Division Industry Solutions bietet Betreibern von Elektrofilteranlagen eine mobile Testinstallation zur Prüfung und Optimierung der Filterleistung.

Der in einem 20-Fuß-Container untergebrachte Testaufbau umfasst die für den Betrieb eines Filterfeldes erforderliche Hochspannungserzeugung sowie Regelungs- und Optimierungssysteme. Gegenüber vor Ort zu errichtenden Testinstallationen nehmen Einbau und Inbetriebnahme nur etwa ein Drittel der bisherigen Zeit in Anspruch.

Betreiber erhalten so schnell und aufwandsarm eine Entscheidungsgrundlage für Modernisierungsmaßnahmen. Darüber hinaus kann die mobile Testinstallation zur schnellen und kurzfristigen Überbrückung von Anlagenstörungen oder -ausfällen eingesetzt werden.

Elektrofilter werden zur Abgasreinigung in Industrieanlagen, Kraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen eingesetzt und sorgen dort für das Abscheiden von Staub, Ruß oder Aerosolen. Dabei kann sich im Laufe der Betriebszeit der Zustand einer Filteranlage ändern. Neue Emissionsgrenzwerte oder veränderte Prozessbedingungen machen höhere Abscheideleistungen erforderlich. Hierfür bietet der Einsatz neuer elektrischer Ausrüstung eine schnell und kostengünstig realisierbare Alternative zur mechanischen Erweiterung oder Neuausrüstung.

Um einen verlässlichen Nachweis über das Optimierungspotenzial einer Elektrofilteranlage zu erhalten, hat sich der Testbetrieb mit neuer elektrischer Ausrüstung bewährt. Bisher wurden die dafür notwenigen Komponenten separat zusammengestellt, vor Ort aufgebaut und angeschlossen. Dieser Vorgang kann mehrere Tage dauern und zu Unterbrechungen im Betrieb der Filter – und damit der gesamten Anlage – führen.

Mithilfe der mobilen Testeinrichtung lässt sich der Zeitbedarf für Installation und Inbetriebnahme um rund zwei Drittel auf etwa einen Arbeitstag verringern. Gleichzeitig kann der eigentliche Umschluss im laufenden Betrieb vorgenommen werden und der Betreiber muss für den Test der neuen Ausrüstung nicht bis zur nächsten planmäßigen Anlagenrevision warten. Auch der Transport der entsprechenden Komponenten zur Anlage wird deutlich vereinfacht und kann schneller erfolgen.

Siemens verwendet dafür einen 20-Fuß-Standardcontainer, in dem die komplette zum Betrieb eines Filterfeldes erforderliche Hochspannungs- und Steuerungstechnik vorinstalliert ist. Dazu gehören ein Umrichtersteuerschrank in IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor)-Technik und ein Hochspannungsgleichrichter sowie die Hochspannungs- und Energieeinspeisekabel. Zusammen mit einer PC-basierten Optimierungs- und Regelungssoftware sorgt dies für hohe Abscheideleistungen bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch.

Der Container ist mit einem PC-Bedienplatz ausgerüstet. Für die Prüfung der Elektrofilter stehen voreingestellte Testprozeduren zur Verfügung, die nur geringfügig an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Eine fest installierte Remote-Schnittstelle unterstützt das Bedienpersonal vor Ort und erlaubt bei Bedarf auch die Fernüberwachung und -steuerung der Filteranlage.

Mithilfe der Container-basierten Testinstallation von Siemens erhält der Anlagenbetreiber in kürzester Zeit Informationen über die Leistung seiner Filteranlagen sowie Anhaltspunkte für eine mögliche Leistungssteigerung und Energieeinsparung. Darüber hinaus kann die mobile Testeinrichtung auch zur Überbrückung von Störungen oder Anlagenausfällen eingesetzt werden. Der einfache Transport und die schnelle Installation reduzieren die Stillstandszeit der Filteranlagen und helfen so Produktionsausfälle zu minimieren.

Die neue mobile Testeinrichtung von Siemens soll zunächst im europäischen Raum eingesetzt werden.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR.

Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) gehört mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metal Technologies (Linz, Österreich), Siemens Water Technologies (Warrendale, Pennsylvania, USA) und Industrial Technologies (Erlangen) zu den weltweit führenden Lösungsanbietern und Dienstleistern für Anlagen der Industrie und Infrastruktur. Mit eigenen Produkten, Systemen und Verfahrenstechnologien entwickelt und baut Industry Solutions für Endkunden Anlagen, nimmt diese in Betrieb und betreut sie über deren gesamten Lebenszyklus. Mit weltweit rund 31.000 Mitarbeitern erreichte Siemens Industry Solutions im Geschäftsjahr 2008 einen Auftragseingang von 8,415 Milliarden Euro.

Dr. Rainer Schulze | Siemens Industry Sector
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/elektrostatische-filter
http://www.industry.siemens.com/data/presse/pics/IIS200905638.jpg
http://www.siemens.com/industry

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise