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Mit Offshore-Windenergie an die Spitze

30.03.2011
WindPowerCluster reicht Antragsskizze im dritten Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein

Windenergie ist bereits heute die wichtigste Säule der erneuerbaren Energien und auf absehbare Zeit die kostengünstigste Form, sauberen Strom zu gewinnen. Deshalb beteiligt sich der WindPowerCluster mit innovativen Ansätzen zur Beschleunigung des Ausbaus der Offshore-Windenergie an der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

„Der erste Meilenstein ist geschafft, wir haben unsere Antragsskizze zum Ausbau des Offshore-Marktes pünktlich abgegeben und 120 Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft mit im Boot, die ein Projektvolumen von 100 Millionen Euro einbringen wollen“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, Koordinator der Bewerbung. Die Antragsstellung des WindPowerClusters wird von den Ländern Niedersachsen und Bremen gefördert und finanziell unterstützt. „Die Teilnahme am Wettbewerb bietet die große Chance, sich mit einem unverwechselbaren Kompetenzprofil international noch stärker zu etablieren und die Anziehungskraft des Wissenschaftsstandortes Niedersachsen weiter zu erhöhen“, betont die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

In strategisch günstiger Küstenlage ist der WindPowerCluster zu einem komplexen Wirtschafts- und Forschungsnetzwerk mit mehr als 300 Unternehmen und Institutionen angewachsen. „Es beschleunigt den Ausbau der Zukunftstechnologie Offshore und schafft weitere qualifizierte Arbeitsplätze im Land Bremen und der Nordwest-Region“, so Martin Günthner, Senator für Wirtschaft und Häfen, und Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen.

Im Jahr 2010 waren in Deutschland knapp 30 Gigawatt Windleistung am Netz. Doch der weitere Ausbau insbesondere der Offshore-Windenergie erfordert erhebliche Anstrengungen im Bereich der Technologieentwicklung, der Logistik und der Qualifizierung – Verbesserungen, die der WindPowerCluster angehen wird.

Der strategische Ansatz des Clusters beinhaltet zudem die Optimierung von Prozessketten – von der seriellen Fertigung von Bauteilen für Windenergieanlagen bis zur Integration einer intelligenten Strom- und

Speicherlogisitik. „Um dieses Ziel und auch die Sicherung neuer Marktanteile innerhalb Europas zu erreichen, sind abgestimmte Ansätze notwendig, die nur von einem Verbund von erfahrenen Firmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam umgesetzt werden können“, sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB.

„Auch innerhalb der wissenschaftlichen Expertise bietet der WindPowerCluster in der Nordwest-Region eine hervorragende Basis“, so Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind: Zahlreiche Forschungseinrichtungen haben sich als Partner des WindPowerClusters formiert.

Der WindPowerCluster
Hinter dem Namen „WindPowerCluster“ stehen das Zentrum für Wind-energieforschung ForWind der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und die Windenergie-Agentur WAB sowie deren Cluster-Partner aus Industrie und Forschung. Die Cluster-Region erstreckt sich von Emden bis Hamburg mit den Zentren Oldenburg, Bremen und Bremerhaven. Ansprechpartner innerhalb des WindPowerClusters ist die germanwind GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Windenergie-Agentur WAB, mit deren Geschäftsführer in Personalunion Ronny Meyer. Die Clusterkoordination erfolgt in enger Abstimmung mit Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind sowie mit Prof. Dr. Andreas Reuter, Leiter des IWES sowie Leiter des Institutes für Windenergiesysteme an der Leibniz Universität Hannover.
Stichwort Offshore:
Unter Offshore-Energie versteht man die Nutzung von Windkraftanlagen auf dem Meer. Der damit erzeugte Strom kann einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Hohe Windgeschwindigkeiten und der Bau leistungsstarker Windparks begünstigen aussichtsreiche Energieerträge.
Das Bewerbungsverfahren
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Bildungs- und Forschungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen und Gebietskörperschaften mit Sitz in der Clusterregion, welche Vorhaben zur Umsetzung der Clusterstrategie durchzuführen beabsichtigen. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine Eigenbeteiligung von Unternehmen von mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Stichtag für das Einreichen der Antragsskizze ist der 31. März 2011. Anfang Juni 2011 fällt die Entscheidung, ob der WindPowerCluster in die 2. Wettbewerbsrunde kommt. Kurzentschlossene Cluster-Partner sind willkommen.
Der WindPowerCluster auf der Hannover Messe
Vom 4. bis 8. April 2011 ist der WindPowerCluster auch auf der Hannover Messe vertreten. Informationen erhalten Sie am Gemeinschaftsstand der WAB (Halle 27, F24), am Stand von ForWind (Halle 27, L50), am Gemeinschaftsstand der Leibniz Universität Hannover (Halle 2, C10) sowie am Stand der Fraunhofer-Zentrale (Halle 2, D12/D18) und des Fraunho-fer Netzwerks Windenergie/Fraunhofer IWES (Halle 27, H24).
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kristina Weidelhofer
Appelstraße 9A
30167 Hannover
Telefon: (0511) 762-4650
E-Mail: kristina.weidelhofer@iwes.uni-hannover.de

Jessica Lumme | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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