Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Normung setzt Meilenstein auf dem Weg zu Industrie 4.0

19.12.2013
- VDE|DKE veröffentlicht erste Normungs-Roadmap „Industrie 4.0“
- „Internet der Industrie“ eröffnet große Chancen für Deutschland als Industriestandort und Fabrikausrüster

Der Einzug des Internet in die Produktion eröffnet große Zukunftspotenziale. Auf Basis einer herausragenden Stellung in der Produktions , Automatisierungs und Systemtechnik bietet sich Deutschland die Chance, die beginnende „vierte industrielle Revolution“ (nach Mechanisierung, Industrialisierung und Automatisierung) mit vernetzten Cyber-physischen Systemen als zentralem Element entscheidend zu prägen.

Zudem kann sich Deutschland als einer der konkurrenzfähigsten Industriestandorte und führender Fabrikausrüster weltweit positionieren. Entscheidende Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung neuer Konzepte und Technologien in die industrielle Praxis sind konsensbasierte Normen und Spezifikationen.

Die jetzt erschienene weltweit erste Normungs-Roadmap Industrie 4.0, die von der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (VDE|DKE) erarbeitet wurde, ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Sie gibt erstmals allen Akteuren eine Übersicht über bestehende relevante Normen und Spezifikationen sowie heute schon erkennbare Normungs- und Standardisierungsbedarfe im Umfeld von Industrie 4.0. Technische Experten definieren darin Themenbereiche wie Systemarchitektur, Anwendungsfälle (Use Cases), Referenzmodelle und Prozesse und betrachten die einzelnen Umsetzungsaspekte mit Blick auf die Integration des gesamten Wertschöpfungsprozesses in die industrielle Fertigung.

Die vier Dimensionen des Wertschöpfungsprozesses
- Produkt-Lebenszyklus,
- Fabrik-Lebenszyklus,
- Technologie-Lebenszyklus und
- Geschäftsprozess
sind über den konkreten Produktionszeitpunkt des Produktes miteinander verknüpft und werden heute über eine Vielzahl digitaler Werkzeuge gesteuert. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, diese vier Dimensionen nahtlos miteinander zu verknüpfen durch:
- horizontale Integration (Echtzeitoptimierte Ad-Hoc-Wertschöpfungsnetzwerke),
- vertikale Integration (Geschäftsprozesse und technische Prozesse) und
- die Durchgängigkeit des Engineerings über den gesamten Lebenszyklus.
Wichtige allgemeine Handlungsempfehlungen für die Normung und die zukünftige Normungsstrategie formuliert die Normungs-Roadmap Industrie 4.0 bezüglich folgender Aspekte:
- die Verwendung einheitlicher Normen und Spezifikationen als Basis für die Industrie-4.0-Landschaft,
- die Integration der nationalen Entwicklungen in die internationale Normung,
- die Unterstützung etablierter Normungs- und Standardisierungsgremien durch zusätzliche Experten,

- Forschungs- und Entwicklungsbedarf bei emergenten Systemen.

Die Normungs-Roadmap Industrie 4.0 (Version 1.0) ist Basis für weitere Diskussionen, Ausarbeitungen und Konkretisierungen. Sie soll beispielsweise aus den laufenden und zukünftigen Forschungsprojekten und der Arbeit in den verschiedenen Normungs- und Standardisierungsgremien regelmäßig weiterentwickelt werden. Interessierte Kreise sind dazu eingeladen, sich mit Kommentaren und der Mitarbeit in der Normung an diesem Prozess zu beteiligen.

Die VDE|DKE-Normungs-Roadmap steht unter http://www.dke.de/de/std/Seiten/Industrie40.aspx als Download zur Verfügung.

Pressekontakt:
Christine Gutweiler,
Tel. 069 6308292,
christine.gutweiler@vde.com

Christine Gutweiler | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com
http://www.dke.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie