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Normung nimmt Kurs auf Smart Cities

08.04.2014

- VDE|DKE und DIN veröffentlichen erste Normungs-Roadmap Smart City   

- Wichtige Weichenstellungen für Infrastrukturen der Zukunft 

Mit der ersten deutschen Normungs-Roadmap Smart City stellen die Normungsorganisationen DIN und VDE|DKE gemeinsam wichtige Weichen auf dem Weg zur Smart City. Das heißt, für einen "Siedlungsraum, in dem systemisch (ökologisch, sozial und ökonomisch) nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt werden". Die Ballungsräume wachsen weltweit weiter.

Damit steigen einerseits die Anforderungen an die zukünftigen Infrastrukturen. Andererseits eröffnet sich die Chance, intelligente Lösungen für eine hohe Lebensqualität, Wirtschaftskraft und Ressourceneffizienz zu entwickeln, zu realisieren und zu exportieren. Dazu ist die zunehmende Vernetzung städtischer Infrastrukturen auf Basis der Informations- und Kommunikationstechnik erforderlich.

Grundvoraussetzung dafür ist die Entwicklung neuer standardisierter automatisierter Kommunikationsprozesse bei wichtigen Schnittstellen zwischen Systemen und Infrastrukturen. Darüber hinaus müssen Wege zur Standardisierung grundlegender Sicherheitsmechanismen zum Schutz kritischer Infrastrukturen und zur Wahrung der Privatheit gefunden werden. 

Die neue Normungs-Roadmap beschreibt vor allem den aktuellen Stand der Normung in den acht relevanten Themenbereichen Gebäude und bauliche Infrastrukturen, Sicherheit und Schutz, Mobilität, Energie, Information und Kommunikation (IKT), urbane Prozesse und Organisation, Produktion sowie Logistik.

Dabei werden auch die bestehenden deutschen Normungs-Roadmaps zu den Themen AAL, E-Mobility, E-Energy/Smart Grids, Smart Home + Building, Industrie 4.0 sowie IT-Security und deren Schnittstellen zu Smart Cities einbezogen. Die eigentlichen Normungsarbeiten im Kontext von Smart Cities werden in den mehr als 20 zuständigen Normungsgremien bei VDE|DKE und DIN durchgeführt, wobei auch bereits existierende Initiativen, Projekte, Modellregionen und Studien mit Blick auf ihre Normungsrelevanz ausgewertet werden sollen.  

Da es sich bei dem Konzept einer Smart City um ein äußerst komplexes System von interagierenden Subsystemen handelt, soll die Use-Case-Methodik zur Anwendung kommen. Das heißt: Anwendungsfälle beschreiben einzelne Funktionen und deren Interaktionen, die von dem System realisiert bzw. unterstützt werden, und bilden die Basis zur Festlegung der Anforderungen an das System. Empfehlungen für die zukünftige Normungsarbeit betreffen insbesondere die Aspekte Terminologie, Anwendungsbereich, Methodik, Systemarchitektur-Modell und Energie.    

Die deutsche Normungs-Roadmap leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausgestaltung der europäischen und internationalen Normung im Bereich Smart City. Interessierte Experten, die sich an dem Normungsprozess beteiligen möchten, sind dazu eingeladen, die weiteren Versionen der Normungs-Roadmap Smart City aktiv mitzugestalten.    

Über die DKE:  

Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Sie vertritt die deutschen Interessen im Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) und in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Rund 3.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Die VDE-Bestimmungen basieren heute größtenteils auf Europäischen Normen, die zu etwa 80 Prozent das Ergebnis der internationalen Normungsarbeit der IEC sind.    

Über das DIN:  

DIN ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Aufgabe von DIN ist es, zum Nutzen der Allgemeinheit unter Wahrung des öffentlichen Interesses in geordneten und transparenten Verfahren die Normung und Standardisierung anzuregen, zu organisieren, zu steuern und zu moderieren. Die Arbeitsergebnisse dienen der Innovation, Sicherheit und Verständigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit sowie der Qualitätssicherung und Rationalisierung und dem Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz. DIN richtet sich an den Bedürfnissen des Marktes aus und erbringt einen hohen betriebs- und volkswirtschaftlichen Nutzen, der mit rund 17 Mrd. Euro pro Jahr ermittelt wurde. DIN ist seit 1975 kraft Vertrags mit der Bundesrepublik Deutschland als nationale Normungsorganisation anerkannt.    

Weitere Informationen unter www.dke.de, www.vde.com und www.din.de     

Download der deutschen Normungs-Roadmap Smart City unter:  

http://www.dke.de/roadmap_smartcity  

http://www.din.de/sixcms_upload/media/2896/RZ_RoadMap%20Smart%20City_A4_web.pdf.  

Melanie Unseld    

VDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK  
ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V.  
Pressesprecherin  
Stresemannallee 15  
60596 Frankfurt am Main    
Tel.: 069 6308-461  
Fax: 069 63089461  
E-Mail: melanie.unseld@vde.com  
E-Mail: presse@vde.com  

http://www.vde.com

Melanie Unseld | VDE

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