Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Roboter nimmt Senioren Alltagsarbeiten ab

18.03.2015

Einkaufen, Müllentsorgung sowie persönliche Sicherheit als Aufgaben

Das in Peccioli bei Pisa beheimatete Istituto di Biorobotica della Scuola Superiore Sant'Anna http://www.sssup.it  hat einen zur Unterstützung älterer Menschen entworfenen Roboter vorgestellt. Die Maschine kann ein Vielzahl von im Alltag anfallenden Aufgaben wahrnehmen.


Roboter für den Alltag: vor allem Ältere sollen profitieren

(Foto: sssup.it)

In das vor kurzem vor der EU-Kommission in Brüssel präsentierte Projekt "Robot-Era" waren 70 Rentner involviert. Dabei wurden auch finanzielle Aspekte, mögliche Geschäftsmodelle und Vermarktungsmöglichkeiten untersucht.

Versuchsreihe mit 40 Testern

Im Rahmen der Entwicklung des Roboters wurden neben technischen Details auch gesetzliche, ethische und soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. "Im kommenden Jahr beginnt eine neue Versuchsreihe mit 40 Probanden und Robotern, die erstmals unter Realbedingungen arbeiten werden", erklärt Projektleiter Filippo Cavallo.

Die Assistenz-Roboter sind so programmiert, dass sie einkaufen gehen, den Müll wegtragen, die Wäscherei aufsuchen und für die Sicherheit im Haus sorgen können. Während der Testphase wurden zahlreiche Vorschläge aufgenommen, die zur Versserung der Technologie und zur möglichst weitgehenden Anpassung an die Bedürfnisse älterer Menschen führen.

Durchschnittspreis 10.000 Euro

Die Roboter können auch körperliche Hilfestellung in Form eines begleitenden Armes beim Spazierengehen und die Einhaltung einer programmierten Wegstrecke ermöglichen. Anhand einer Simulation wurden zudem verschiedene Sicherheitsaspekte geprüft. So kann der "Hausfreund" bespielsweise im Fall einer offen gebliebenen Haustür eine Nachricht auf das Tablet beziehungsweise Smartphone des Besitzers oder seines Krankenpflegers senden.

Eine weitere Anwendung ist die Benachrichtigung des Betreffenden, wenn der geplante Einkauf von Lebensmitteln oder Pharmaka stattgefunden hat. Der Prototyp kostet bis zu 65.000 Euro pro Stück. "Er wird jedoch auf 10.000 Euro sinken, sobald der Roboter in Serie geht," so der italienische Wissenschaftler.

In der Grundausstattung wird ein Preis von 3.000 Euro angepeilt. Inzwischen wird bereits an einer Variante gearbeitet, die Routinearbeiten bei Behörden, wie beispielsweise die Ausstellung von Geburtsurkunden, vorsieht.

In 30 Jahren werden alle mühsamen und sich wiederholenden Arbeiten, so der von Fachleuten der Kaspersky Lab http://kaspersky.com  erarbeite Ausblick auf das Jahr 2045, von Robotern übernommen.

Harald Jung | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie