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Neue Ökobilanz beweist: LED sind umweltfreundlich

04.08.2009
Leuchtdioden (LED) sind genauso umweltfreundlich wie Energiesparlampen und in ihrer Ökobilanz den Glühlampen deutlich überlegen.

Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Lampenhersteller Osram zusammen mit Experten von Siemens Corporate Technology erarbeitet hat. Laut der Ökobilanz verbraucht die neueste Generation von LED-Lampen mehr als 98 Prozent der insgesamt aufgewendeten Energie während des Betriebs und weniger als zwei Prozent bei der Produktion.


Ähnliche Ergebnisse wurden auch für Energiesparlampen ermittelt. Damit ist die Annahme widerlegt, dass die aufwändige Herstellung der LED als Optohalbleiter energieintensiver sein könnte.

Damit Glühlampen mit LED verglichen werden können, hat Osram eine Lebensdauer von 25.000 Stunden gewählt. Die neueste LED-Lampengeneration erreicht diesen Wert. Dabei handelt es sich um eine Parathom Classic A55 mit LED vom Typ Golden Dragon Plus mit acht Watt Leistung. Für eine gleich lange Brenndauer braucht es 25 Glühlampen Osram Classic A 40 Watt, die je 1.000 Stunden leben.

Die Vergleichsrechnung lässt die Glühlampe buchstäblich alt aussehen. Für die Herstellung der Glühlampen, die ab September 2009 sukzessive verboten werden, müssen etwa 3300 Kilowattstunden (kWh) Primärenergie aufgewendet werden. Für die LED sind es nur 700 kWh. Und die Beleuchtung mit LED ist viermal billiger als mit Glühlampen: Die 25 Glühlampen verbrauchen insgesamt 1.000 kWh Strom. Zu den 25 Euro für die Lampen selbst kommen also rund 210 Euro für Strom, macht 235 Euro Gesamtkosten. Für dieselbe Lichtmenge wird nur eine einzige Parathom LED-Lampe benötigt. Diese kostet zwar 40 Euro, verbraucht aber nur 200 kWh, was mit weiteren 40 Euro zu Buche schlägt. Auch die CO2 – Bilanz spricht für die LED-Lösung. Durch die Stromerzeugung entstehen während des Betriebs der Glühlampen 500 Kilogramm CO2, bei der LED nur 100 kg.

In der Ökobilanz von Osram Opto Semiconductors wird die Umweltwirkung einer LED-Lampe über ihren gesamten „Lebensweg“ untersucht. Es wurden für alle Bestandteile und Herstellungsprozesse die Material- und Energieströme erhoben, auch alle Transportwege. So wurde für die LED-Lampe der Weg vom Produktionsstandort China nach Europa eingerechnet. Die Ergebnisse erlauben umfassende Aussagen zum Ressourcenverbrauch und Primärenergieaufwand sowie zur Versauerung, Eutrophierung, dem Treibhauseffekt, Ozonabbau und der Toxizität. Da die Effizienz der LED weiter steigt, werden in Zukunft noch bessere Ökobilanz-Ergebnisse der LED-Lampen möglich sein. Derzeit werden die Ergebnisse der hauseigenen Studie von drei unabhängigen Gutachtern geprüft. Sie werden im Oktober veröffentlicht. (IN 2009.08.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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