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Neue LED-Technologie in der Gebäude– und Straßenbeleuchtung

10.01.2013
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit mehreren Jahren die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung.

Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Unter den zehn, von einer Fachjury ausgewählten besten Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik befand sich das Projekt „LEDSaxony“ des Landkreises Görlitz.


LED-Beleuchtung im Görlitzer Stadtpark
Foto: HS - K.-D. Haim

Dass die Einführung der neuen LED-Technologie in der Gebäude- und Straßenbeleuchtung trotz ihrer großen Vorteile (hohe Energieeinspareffekte, große Langlebigkeit) bisher eher zögerlich verläuft, geht sicherlich darauf zurück, dass der Austausch gängiger Beleuchtungssysteme durch die LED-Technologie hinsichtlich Finanzierung, Planung, Installation und Wartung ein grundsätzlich verändertes Herangehen verlangt. Viele Privatkunden und öffentliche Auftraggeber dürften dabei in erster Linie von einem Wechsel auf LED-Beleuchtungssysteme abgehalten werden, weil LED-Anlagen im Vergleich zu herkömmlichen Systemen deutlich höhere Kosten für die Erstinstallation verursachen und viele Anwender die prognostizierten Lebensdauern als zu optimistisch betrachten.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung seit mehreren Jahren durch Vergabe von Verbundprojekten an Industrie und Wissenschaft. Im Rahmen der LED-Leitmarktinitiative wurde ein Runder Tisch geschaffen, an dem regelmäßig Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam an Lösungen für die vielfältigen Problemstellungen bei der Markteinführung von LEDs arbeiten. Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Er zielt auf die Nutzung der neuen LED-Technologie in der kommunalen Praxis und auf die Schaffung von Demonstrationsvorhaben im öffentlichen Bereich. Hierdurch sollen die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Leuchtdioden schnellstmöglich in die Allgemeinbeleuchtung überführt werden. Unter den zehn, von einer Fachjury ausgewählten besten Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik befand sich das Projekt „LEDSaxony“ des Landkreises Görlitz.

Das Vorhaben ist ein auf eine Langzeitperspektive von mehr als 40 Jahre projektiertes LED-Konzept zur Erneuerung der kommunalen Beleuchtung in Görlitz und Löbau, dessen Umsetzung im Hinblick auf die Landesausstellung Via Regia in Görlitz sowie die Landesgartenschau in Löbau für den Landkreis von großer Bedeutung war.

Das Ziel von „LEDSaxony“ war die demonstrative und beispielgebende Einführung der lichtemittierenden Diode als Leuchtmittel in der Straßen-, Museums- und Objektbeleuchtung. Dabei standen folgende Aspekte der LED-Technik besonders im Focus:

• Modulare, Einwegsysteme vermeidende Technik
• Hohe Zukunftsicherheit
• Überzeugendes Servicekonzept
• Hohe Produkt- und Designvielfalt
• Geringe UV-Strahlenbelastung
• Leuchtengestaltung mit breiter Akzeptanz
Unter Federführung der TU Darmstadt war das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben „LED-Saxony“ ein Verbundprojekt von fünf Partnern:

• Die Kommunen Görlitz und Löbau sorgten für die Ausführungsplanungen und die publikumswirksame Präsentation der LEDs.

• Die Firma Hess zeichnete verantwortlich für die Herstellung der Leuchten mit speziellen LED-Elektriken und optischen Systemen sowie die Produktion der Masten und Ausleger.

• Die Firma Light Design Solutions koordinierte das Vorhaben, bestritt die Öffentlichkeitsarbeit und erstellte die Berechnungen für die Außenbeleuchtung.

• Die Hochschule Zittau/Görlitz begleitete das Projekt wissenschaftlich und hatte dabei die folgenden Aufgaben zu erfüllen:

• Messung nach DIN EN 13201 (vorher/nachher)
• Untersuchungen zur Energiekosteneffizienz
• Befragungen zur Akzeptanz
Die von der Hochschule ermittelten Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:
• Die Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen erreichen in allen Fällen die laut DIN EN 13201 geforderten Werte. Weil in Görlitz die Altanlagen in einigen Fällen die geforderten Normwerte unterschritten, waren hier Anhebungen des Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen auf eine normgerechte Stufe mit einer entsprechenden Minderung der Energiekostenersparnis notwendig.

• Die Energiekosteneffizienz der Neuanlagen fällt überragend aus. In Löbau ergab sich eine Ersparnis von 62 %, in Görlitz wegen der teilweisen Normwerteunterschreitungen der Altanlagen von 50%.

• Die Neuanlagen erfreuen sich guter Akzeptanz seitens der Bürger. Trotz partiell vorgebrachter Beanstandungen, insbesondere bezüglich Lichtfarbe und Blendung, war die Akzeptanz für die LED-Straßenbeleuchtung wegen der bekannten Spareffekte groß.

Kontakt:
Hochschule Zittau/Görlitz
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Haim
Dekan Fakultät Elektrotechnik und Informatik
Tel.: 03583 / 61 1309
E-Mail: KD.Haim@hszg.de

Hella Trillenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.hszg.de/

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