Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue getriebelose Siemens-Windturbine für niedrige Windgeschwindigkeiten

14.03.2011
Erster Prototyp bereits in den Niederlanden installiert

Siemens Energy stellt heute auf der europäischen Windenergiemesse EWEA 2011 in Brüssel eine neue getriebelose Windenergieanlage für niedrige bis mittlere Windgeschwindigkeiten vor.

Kernelement der neuen SWT-2.3-113-Windturbine ist ein neuartiges Antriebskonzept mit kompaktem Permanentmagnetgenerator. Dieser Generatortyp zeichnet sich durch eine einfache und stabile Bauweise aus, da er weder elektrischen Strom für die Erregung noch für die dazugehörige Regeltechnik oder Schleifringe benötigt.

Dies führt sogar bei schwacher Last zu einer hohen Effizienz. Damit ist die neue Maschine mit einer Leistung von 2,3 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 113 Metern bestens geeignet, die Stromerzeugung an Standorten mit niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten zu optimieren.

Ausgestattet ist die SWT-2.3-113 mit dem neuen B55-Quantum-Blade-Rotorblatt von Siemens. Durch ein neu gestaltetes Design ermöglichen sie eine erhöhte Windausbeute des Blattes und eine Optimierung der Gesamtanlage. Ein Prototyp der neuen Siemens-Windturbine wurde Anfang März in den Niederlanden installiert.

Mit der Windenergieanlage SWT-2.3-113 bringt Siemens bereits die zweite getriebelose Windturbine auf den Markt. Ebenso wie die von Siemens im April 2010 eingeführte getriebelose 3-MW-Windturbine SWT-3.0-101 kommt die SWT-2.3-113 gegenüber den Standard-Modellen mit der Hälfte der Komponenten und einer deutlich geringeren Anzahl an rotierenden Teilen aus. „Prototypen der richtungsweisenden SWT-3.0-101 sind seit mehr als einem Jahr im Einsatz und erfüllen alle Erwartungen in Bezug auf Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit“, sagte Henrik Stiesdal, CTO der Business Unit Wind Power von Siemens. „Das Design der neuen SWT-2.3-113 basiert auf der gleichen Plattform. Daher profitiert die neue Windturbine von den bisher gesammelten Erfahrungen“, ergänzte Stiesdal. „Mit dem erprobten und kompakten Design ist sie ein sicheres und profitables Investment. Da die getriebelose Technologie weniger wartungsintensiv ist, steigert sie die Rentabilität für unsere Kunden.“

Gleichzeitig mit der SWT-2.3-113 bringt Siemens eine neue Generation von Rotorblättern auf den Markt. Das neue Blatt namens Quantum-Blade ist leichter als seine Vorgängermodelle, aber ebenso robust. Bei der neuen Windturbine kommt bereits das B55-Quantum-Blade zum Einsatz. Dieses Rotorblatt ist 55 Meter lang und verfügt über eine neu gestaltete Blattwurzel. Damit erhöht sich die Windausbeute an der Blattwurzel und gleichzeitig wird die Gesamtleistung der Anlage optimiert. Um Belastungen zu minimieren und die Geräuschentwicklung zu reduzieren, wurde auch die Rotorblattspitze neu gestaltet. Mit einem Pegel von 105 Dezibel (dB) gehört die SWT-2.3-113 zu einer der geräuschärmsten Windenergieanlagen auf dem Markt.

Bis heute hat Siemens insgesamt fünf getriebelose SWT-3.0-101-Windenergieanlagen in Dänemark und Norwegen ans Netz gebracht. Weitere Projekte mit getriebelosen Windturbinen von Siemens sind in den USA, Dänemark und Deutschland geplant. Neben diesen beiden neuen Windenergieanlagen mit 3 MW und 2,3 MW kommt demnächst ein weiterer Typ auf den Markt. “In Kürze stellen wir eine getriebelose Windturbine mit einer Leistung von 6 MW vor. Diese eignet sich hervorragend für Offshore-Windparks“, sagte Stiesdal.

Windenergie ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistun¬gen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informatio¬nen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: ERE201103050
Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-Mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Renewable Energy Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/wind

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten