Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit ROS industrielle Anwendungen realisieren

25.02.2016

Mit dem frei verfügbaren Robot Operating System ROS lassen sich Robotersysteme effizienter entwickeln und in Betrieb nehmen. Für die Verbreitung von ROS auch im industriellen Umfeld setzt sich die Initiative ROS-Industrial ein. Das Fraunhofer IPA leitet das europäische Konsortium der Initiative und agiert als Technologiepartner für die Entwicklergemeinde und Industriepartner. Neben zahlreichen neuen Partnern ebenfalls seit Kurzem dabei: die Robert Bosch GmbH.

Aktuell zählt die Initiative ROS-Industrial rund 40 Mitglieder vom Start-up bis zum Konzern und von Forschungseinrichtungen bis zum industriellen Endanwender. Dies zeigt, dass Open-Source-Software für Unternehmen immer relevanter wird. ROS-Industrial ist im Jahre 2013 mit dem nordamerikanischen Konsortium gestartet und bereits ein Jahr später wurde unter der Leitung des Fraunhofer IPA der europäische Ableger gegründet.


Die ROS-basierte Software erlaubt fahrerlosen Transportsystemen, autonom in unstrukturierten Umgebungen zu navigieren.

Quelle: Bär Automation GmbH, Foto: Wolfram Scheible

»Ich bin beeindruckt von den vielen positiven Rückmeldungen, die wir erhalten«, sagt Dr. Mirko Bordignon, Projektleiter am Fraunhofer IPA und Manager des europäischen Konsortiums. »Viele sehen ROS als das wichtigste System, um die nächste Generation von Robotern zu entwickeln und Innovationsschübe zu ermöglichen.« Nicht zuletzt dürfte Open-Source-Software auch im Rahmen von Industrie-4.0-Lösungen eine stärkere Rolle zukommen.

Industriereife Lösungen bieten

Ziel von ROS-Industrial ist es, die Zuverlässigkeit der Software für die Robotik und Automatisierung weiter zu verbessern und sie an industrielle Standards und Regularien anzupassen. Außerdem werden Fragen der Haftung, des Supports und der Gewährleistung von Garantien behandelt. Industriepartner haben durch die Mitgliedschaft die Möglichkeit, die ROS-Entwicklung entscheidend mitzugestalten und in technischen Projekten zusammen mit der Entwicklergemeinde ihre Bedarfe realisieren zu können.

Künftig wird sich auch die Robert Bosch GmbH in der Weiterentwicklung von ROS engagieren. »Diese Partnerschaft ist für uns sehr wichtig«, erklärt Bordignon, der die Zusammenarbeit mit Hardware-Herstellern weiter intensivieren will. Für Dr. Arne Hamann, Projektleiter bei Bosch, war die Mitgliedschaft in der ROS-Industrial-Initiative ein »logischer Schritt«: »ROS ist der De-facto-Standard in der Robotik. Allerdings gibt es aus unserer Sicht noch Verbesserungsbedarf, damit der Schritt von der Prototyp- zur Produktentwicklung besser gelingt. Dafür möchten wir uns einsetzen und mit aktiven Beiträgen den ROS-Kern verbessern.«

Vorteile von ROS

ROS bietet gemeinschaftlich entstandene, herstellerneutrale und vielfach kostenlose Software für Robotersysteme, die auch kommerziell nutzbar ist. Unternehmen können neben Hardware-Treibern, Algorithmen sowie Entwicklungs- und Diagnosewerkzeugen grundlegende komplexe Funktionalitäten für Robotersysteme, bspw. für Navigation und Objekterkennung, direkt nutzen. Die Komponenten sind modular und entsprechend leicht austauschbar.

Die Vorteile von Open-Source-Software sind deshalb für Unternehmen entscheidend, weil der Bedarf an neuer Software für Automatisierungslösungen zunimmt und die Entwicklungszyklen kürzer werden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an höherwertigen Funktionen wie Objektlokalisierung und Lösungen für die Mensch-Roboter-Kooperation. ROS-Komponenten ermöglichen Unternehmen, auch mit knappen Ressourcen mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Bereits in mehreren industriellen Anwendungen, die das Fraunhofer IPA oder ROS-Industrial-Mitglieder realisiert haben, hat ROS seinen Mehrwert bewiesen. Hierzu zählt bspw. eine Navigationssoftware des Fraunhofer IPA, die auch ROS Softwarekomponenten beinhaltet. Die Navigationssoftware läuft unter anderem auf fahrerlosen Transportsystemen der Firma Bär Automation GmbH.

Pressekommunikation
Jörg-Dieter Walz | Telefon +49 711 970-1667 | presse@ipa.fraunhofer.de | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA | Nobelstraße 12 | 70569 Stuttgart

Fachlicher Ansprechpartner
Mirko Bordignon | Telefon +49 711 970-1629 | mirko.bordignon@ipa.fraunhofer.de | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Redaktion
Ramona Hönl | Telefon +49 711 970-1638 | ramona.hoenl@ipa.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://rosindustrial.org/
http://www.ipa.fraunhofer.de/ros_industrial0.html
http://www.ipa.fraunhofer.de

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten