Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Megawatt und Negawatt - Spezialstrahler machen den Unterschied

01.06.2012
Tag der Umwelt 2012: Infrarot- und Ultraviolett-Strahler tragen in vielen industriellen Anwendungen zur Energieeinsparung bei

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und später auch die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen "Tag der Umwelt" erklärt.


(1) Xenon-Blitzlampen in verschiedenen Formen und Größen kommen beim Testen von Solarzellen und Solarmodulen zum Einsatz. (Foto: Heraeus)


(2) Infrarot-Strahler ermöglichen innovative Wärmeprozesse, die nötig sind, um für die regenerative Energiegewinnung Solarzellen oder Teile von Windenergieanlagen optimal herzustellen. (Foto: Heraeus)

2012 findet der Tag unter dem Motto "Gemeinsam in eine bessere Energiezukunft " statt. Regenerative Energien und Energieeinsparung sind Schlagworte unserer Zeit und gesellschaftsrelevante Themen geworden. Einerseits ist das Ziel, Megawatt an Strom durch erneuerbare Energiequellen zu erzeugen.

Andererseits sollen Negawatt (also „negative Megawatt“) an Energie durch moderne Technologien eingespart werden. Infrarot-Strahler und UV-Lampen von Heraeus fördern beides: Energieerzeugung und -einsparung – obwohl diese erst einmal selbst Energie benötigen, um ultraviolette oder infrarote Strahlung abzugeben. Was paradox klingen mag, ist dennoch kein Widerspruch!

Infrarot-Wärme für moderne Windräder-Verbundwerkstoffe

Infrarot-Strahler verbrauchen Energie. Das tun sie in vielen Fällen jedoch so effizient, dass damit in der Summe bei etlichen industriellen Fertigungsschritten Energie eingespart wird. Infrarot-Strahler ermöglichen andererseits innovative Wärmeprozesse, die nötig sind, um für die regenerative Energiegewinnung Solarzellen oder Teile von Windenergieanlagen optimal herzustellen. Ein Beispiel: Rotorblätter von Windrädern sollen leicht, aber gleichzeitig sehr belastbar sein. Zum Einsatz kommen hier faserverstärkte Kunststoffe. Die modernen Verbundwerkstoffe, auch Komposite genannt, bestehen aus Kunststoffen, in die Carbon- oder Glasfasern eingebettet wurden. Daraus entstehen u. a. langfaserverstärkte Thermoplaste für hoch belastete Strukturbauteile oder gewebte Kunststofffaserbündel für Windflügel, die alle möglichst kosteneffizient hergestellt werden sollen.

Infrarot-Wärme kann helfen, diese Anforderung zu erfüllen, denn bei der Fertigung von Produkten aus Kompositmaterialien werden verschiedene Wärmeprozesse benötigt, etwa zum Aushärten der Kunststoffe. Thermoplasten werden erwärmt, um sie zu verschweißen oder zu formen. Faservolumengehalt und Faserorientierung haben jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Wärmeleitung, daher ist die homogene Erwärmung von Kompositmaterialien eine große Herausforderung. Infrarot-Wärmetechnologie bietet hier einige Vorteile. So besitzen Infrarot-Strahler von Heraeus sehr kurze Reaktionszeiten im Sekundenbereich, machen Wärme regelbar und helfen, Energie richtig zu dosieren. Infrarot-Systeme sind relativ kompakte Einheiten, die große Werkteile am Band erwärmen, ohne dass ein großvolumiger Ofen für das komplette Teil benötigt wird.

UV- und Infrarot-Strahler machen Solarzellen effizienter

In der Photovoltaik müssen Solarzellen und Solarmodule getestet werden, um die Produktionsqualität zu kontrollieren, die Zellen zu charakterisieren und in Leistungsklassen einzuteilen. Dazu benötigen die Hersteller zuverlässige und reproduzierbare Lichtquellen, die dem Spektrum der Sonne möglichst nahe kommen. Xenon-Blitzlampen, klein und ringförmig oder linear mit bis zu zwei Metern Länge, sind hierfür geeignete Spezialstrahler. Bei der Herstellung von Solarzellen werden meist QRC® Infrarot-Strahler mit Nanoreflektor eingesetzt, die Prozesse im Vakuum oder unter Hochtemperaturbedingungen besonders stabil und damit energieeffizient verwirklichen. Infrarot-Strahler sind auch Teil eines vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projektes („CIS-Clustertool“). Hier arbeiten vier Partner daran, ein neues Herstellungsverfahren für CIS-Halbleiterschichten zu entwickeln, das höchste Modulwirkungsgrade erreicht. Partner für die Heiztechnologie ist Heraeus.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit einer über 160-jährigen Tradition. Unsere Kompetenzfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Materialien und Technologien, Sensoren, Biomaterialien und Medizinprodukte, Dentalprodukte sowie Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von 4,8 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 21,3 Mrd. € sowie weltweit über 13.300 Mitarbeitern in mehr als 120 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Jörg Wetterau
Konzernkommunikation
Leiter Technologiepresse & Innovation
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstr. 12-14
63450 Hanau
T +49 (0) 6181.35-5706
F +49(0) 6181.35-4242
joerg.wetterau@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften