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Marktchancen für grünen Strom aus der Nachbarschaft

25.11.2013
Alternativer Strom aus der Region gilt vielen als wünschenswert:

Die Versorgungssicherheit ist hoch, regionale Wertschöpfungsketten werden gestärkt, und die Bevölkerung ist im Idealfall als Eigner von Wind- oder Solaranlagen an der Energiewende beteiligt. Doch wie groß sind Akzeptanz und Nachfrage von grünem Strom aus der Nachbarschaft? Das untersucht das Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel.

„Für den Erfolg der Energiewende ist die Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen besonders wichtig“, erklärt Claudia Schwirplies, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachgebietes Empirische Wirtschaftsforschung. „Nur bei einer breiten Akzeptanz der Maßnahmen durch die Bevölkerung können Handlungsmöglichkeiten aktiv genutzt und damit neue Effizienzpotentiale erschlossen werden.“

Ziel des im September 2013 gestarteten Forschungsprojektes „Die Energiewende im Spannungsfeld zwischen Regionalisierung und Zentralisierung (ENERGIO)“ ist die empirische Analyse regionaler Aspekte bei der Planung und Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Im Fokus der Arbeiten der Universität Kassel steht dabei die Untersuchung der Präferenzen von Haushalten für grünen Strom aus regionaler Produktion. Potentielle Ursachen für die Bevorzugung von regional produziertem Ökostrom könnten z.B. im Misstrauen gegenüber überregionalen Energieversorgern hinsichtlich deren Marktmacht und der tatsächlichen Quelle des von ihnen angebotenen grünen Stroms liegen. Des Weiteren könnten die Erwartung einer höheren Versorgungssicherheit bei regionaler Produktion sowie positive Effekte auf die lokale Beschäftigung und Wertschöpfung eine Rolle spielen.

Das Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel arbeitet gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Hamburg, des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln und des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München an diesem Forschungsprojekt. Die Arbeiten der Universität Kassel werden mit über 172.000 Euro gefördert.

Kontakt:

Claudia Schwirplies
Universität Kassel
FB 7 - Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung
Telefon: 0561 804-7573
E-Mail: claudia.schwirplies@uni-kassel.de
Prof. Dr. Andreas Ziegler
Universität Kassel
FB 7 - Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung
Telefon: 0561 804-3038
E-Mail: andreas.ziegler@uni-kassel.de

Sebastian Mense | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de

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