Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie man "Gewohnheitstiere" zum Energiesparen bringt

12.08.2009
Ingenieure und Psychologen entwickeln Strategien für Hochschulen
Erste Meilensteine des Projekts "change" werden vorgestellt

Studien haben gezeigt, dass Menschen als "Gewohnheitstiere" schwer von schlechten Angewohnheiten abzubringen sind, auch was ihre Energienutzung betrifft. Wie man uns trotzdem zu Energie-sparendem Verhalten bringen kann, untersuchen Psychologen der Ruhr-Universität im Projekt "change".

Ingenieure errechnen zudem das Einsparpotential durch Energiesparverhalten und messen den Erfolg der psychologischen Interventionen in verschiedenen Hochschulen.

Erste Ergebnisse des Projekts stellen die Forscher am 19. August 2009 vor (10 bis 17 Uhr, Veranstaltungszentrum Mensagebäude).

Hintergrund: Erkenntnisse zur Gewohnheitsbildung

Stoßlüften statt Fenster kippen, Geräte nicht auf Standby lassen, Heizungen nachts und am Wochenende herunter regeln - die Tipps kennen wir alle. Die Macht der Gewohnheit hindert uns aber daran, entsprechend zu handeln. Das zu ändern ist Ziel der Psychologen um Prof. Dr. Ellen Matthies.

Die Forscher haben eine Energiesparkampagne an Hochschulen entwickelt und an der TU Dortmund und der Uni Münster getestet. Die Elemente der Kampagne - die Vermittlung von Informationen, die Selbstverpflichtung der Hochschulmitarbeiter, Hinweisschilder zur Erinnerung (sog. Prompts), Belohnungen und Anreize wie etwa die Verlosung von Preisen - sind vor dem Hintergrund umweltpsychologischer Interventionsforschung entwickelt worden; besonders wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gewohnheitsbildung flossen ein. Ingenieure um den Energiespezialisten Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner (Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der RUB) erforschten das Energiesparpotential der Maßnahmen.

Optimierte Kampagne wird im Winter bundesweit getestet

Bei der Veranstaltung am 19. August stellen die Forscher ihren Praxispartnern die optimierte Energiesparkampagne für die zweite Projektphase in Form eines Webportals für Entscheider vor. Das Portal und die mit seiner Hilfe eingesetzten Energiesparkampagnen werden von mehreren Hochschulen bundesweit im kommenden Winter getestet.

Partner im Projekt

"Change" ist ein Verbundprojekt eines interdisziplinären Projektteams der Ruhr-Universität Bochum (Psychologie und Ingenieurwissenschaften) und der HIS GmbH (Experten für das Setting Hochschule) sowie der Praxispartner EnergieAgentur.NRW und Hochschulvertreter aus NRW und bundesweiter Hochschulen, gefördert durch das Bundesforschungsministerium (BMBF).

Weitere Informationen

Nadine Hansmeier und Jennifer Zielinski, Projektbüro change, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22668, E-Mail: change@rub.de, http://www.change-energie.de/projekt

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.change-energie.de/projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Greifswalder Plasmaforscher erforschen Nanomaterialien für effiziente Energiespeicherung
13.01.2017 | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

17.01.2017 | Physik Astronomie

Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

17.01.2017 | Geowissenschaften

Kieselalge in der Antarktis liest je nach Umweltbedingungen verschiedene Varianten seiner Gene ab

17.01.2017 | Biowissenschaften Chemie