Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lösung für steigenden Energiebedarf: RUB-Forscher entwickeln wässrige Lithium-Ionen-Batterie

27.02.2012
Neue Stromspeicher auf Wasserbasis

Der globale Energiebedarf steigt weiter an. Heutige Konzepte zur Stromerzeugung reichen jedoch nicht aus, um die in Zukunft benötigten Mengen zu liefern. Dr. Fabio La Mantia, Leiter der RUB-Nachwuchsgruppe „Semiconductor and Energy Conversion“ (Zentrum für Elektrochemie), sucht nach einer Lösung für das Problem. Er und sein Team beginnen im März mit einem Projekt, dessen Ziel es ist, eine wässrige Lithium-Ionen-Batterie zu entwickeln, die bei zwei Volt arbeitet und dabei zwei Drittel weniger kostet als herkömmliche Modelle. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben über fünf Jahre mit 1.424.000 Euro.

Erneuerbare Energien reichen nicht aus

Der weltweite Verbrauch erhöht sich nach Expertenmeinung bis 2050 von 13 auf 25 Terawatt. Erneuerbare Energien können bisher nur zehn Prozent des Bedarfs decken, da sie teuer und nicht immer im gleichen Maß verfügbar sind. Das gilt besonders für Solar- und Windenergie. „Es sind schnelle und wirtschaftliche Systeme gefragt, um den Strom zwischenspeichern zu können“, so La Mantia. Die Idee ist es, Batterien herzustellen, die auch in Versorgungsnetzen einsetzbar sind.

Größere Leistung und Lebensdauer

Normale Lithium-Ionen-Batterien basieren auf organischen Lösungsmitteln und sind der Standard für alle tragbaren Geräte. Allerdings sind sie für den Einsatz im Stromnetz nicht nur zu teuer, sondern auch zu riskant. Sie überhitzen schnell, wodurch es zu Kurzschlüssen kommen kann. Um Leistung, Lebensdauer, Energiedichte und Preisleistungsverhältnis der Akkumulatoren zu verbessern, konzentrieren sich die jungen Wissenschaftler auf die Kombination aus passenden Materialien, Separatoren, Zellen und wässrigen Elektrolyten (flüssige Leiter für Elektrizität).

Weitere Informationen

Dr. Fabio La Mantia, Zentrum für Elektrochemie der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, 0234/32- 29432, fabio.lamantia@rub.de

Nachwuchsgruppe „Semiconductor and Energy Conversion“
am Zentrum für Elektrochemie
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ces/Fabio.html
Redaktion: Marie-Astrid Reinartz

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ces/Fabio.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie