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Lieferanten profitieren von Nachhaltigkeit

18.01.2012
Siemens bindet Lieferanten in seine Nachhaltigkeitsstrategie ein und hilft ihnen zudem beim Energiesparen. Das Unternehmen weitet sein Energieeffizienz-Programm sukzessive auf die Lieferkette aus.

Das Programm EEP for Suppliers EEP4S identifiziert und bewertet Energiesparpotenziale in Produktionsprozessen und kann den Verbrauch um bis zu 17 Prozent reduzieren. Einer der ersten Teilnehmer in dem Programm war ein Gießereibetrieb, der Siemens mit Stahlguss¬eisen für Dampfturbinen beliefert.


Bereits ein einziger Tipp der Siemens-Berater spart dem Betrieb 14.000 Euro pro Jahr. Im ersten Jahr holte das Unternehmen die Hälfte der aufgewendeten Investitionen durch die Ersparnisse wieder herein, wie das Magazin Pictures of the Future berichtet.

Seit 2006 identifiziert Siemens gezielt Energiesparpotenziale in seinen eigenen Fabriken. Mehr als 100 der 300 Siemens-Werke haben den Energy Health Check bereits absolviert. Auf diese Weise sank in den Produktionsstätten der Stromverbrauch zwischen 2006 und 2010 im Schnitt um elf Prozent.

Siemens ist aber auch einer der größten Einkäufer weltweit. 2010 bezog das Unternehmen in 177 Ländern Produkte und Dienstleistungen im Wert von rund 37 Milliarden Euro. Das Programm EEP for Suppliers soll deshalb den Energieverbrauch in der Lieferkette senken. Die Teilnehmer können zwischen vier abgestuften Varianten wählen.

Sie richten sich nach der Energieintensität der Produktionsprozesse und nach dem Produktionsvolumen. Entscheidet sich ein Teilnehmer für die höchste Stufe des Programms, kommen zertifizierte Siemens-Umweltberater für mehrere Tage an seinen Standort. Sie begehen die gesamte Fabrik, analysieren die baulichen Strukturen, nehmen den Energieverbrauch einzelner Einheiten unter die Lupe, untersuchen die Betriebs- und Wartungsabläufe und sehen sich die Einkaufsverträge des Unternehmens an.

Am Ende legen sie einen Bericht vor, in dem sie Einsparmaßnahmen vorschlagen, die Investitionssummen kalkulieren und angeben, wie schnell sie sich amortisieren. Die Kosten für die Beratung trägt der Lieferant. Zusätzlich steht ein kostenloses Self-assessement Tool zur Verfügung mit dem auch kleinere Unternehmen oder Betriebe mit weniger energieintensiven Produkten ihre Prozesse bewerten und Einsparpotenziale identifizieren können.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat Siemens die ersten 160 Lieferanten mit energieintensiven Produktionsprozessen in das Programm EEP4S eingebunden. Im nächsten Jahr sollen weitere 840 Firmen hinzukommen. Langfristig soll EEP4S fester Bestandteil des Siemens-Lieferantenmanagements werden. (IN 2012.01.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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