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Leipziger Energie- und Umweltcluster als internationales Vorbild

18.07.2011
Die Struktur des Leipziger Energie- und Umweltclusters dient als Vorbild im EU-Projekt „TREC“ mit dem Ziel des Aufbaus eines transregionalen Clusters für erneuerbaren Energien.

Projektrahmen bildet das von der Aufbauwerk Region Leipzig GmbH mit anderen europäischen Regionalentwicklungsstellen ins Leben gerufene smart+ Programm. Hier werden Mittel aus dem EU Strukturfonds EFRE in Form von Sub-Projekten vergeben.

Das Projekt mit dem Namen TREC (Transregionaler Renewable Energy Cluster) wird von der Deutsche BiomasseForschungsZentrum gGmbH als Mitglied des Netzwerk Energie und Umwelt e.V. in Leipzig durchgeführt. Zusammen mit Partnerorganisationen aus West-Mazedonien in Griechenland und Transsilvanien in Rumänien steht der Aufbau von regionalen Netzwerken im Energiebereich im Fokus. In diesen wollen sich Akteure gegenseitig ergänzen, austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln und realisieren um die Erzeugung erneuerbarer Energie in den Regionen zu erhöhen.

Als Vorbild nahmen sich die Partner dabei das Energie und Umweltcluster in Leipzig. Die etablierten Strukturen und der im Januar diesen Jahres gegründete Trägerverein „Netzwerk Energie und Umwelt e.V.“ werden in einem Transferworkshop im September den griechischen und rumänischen Teilnehmern vorgestellt. Ziel ist die gemeinsame Erörterung der Entwicklung regionaler Netzwerk- und Clusterstrukturen in den Regionen auf Basis der Leipziger Erfahrungen.

„Es sollen sich starke regionale Netzwerke aus Energieakteuren bilden, wie dies in Leipzig bereits geschehen ist und derzeit geschieht“, so Romann Glowacki, Innovationskoordinator und TREC-Projektleiter am Deutschen BiomasseForschungsZentrum. Als nächsten Schritt sieht er eine Verknüpfung der regionalen Cluster miteinander. „Für Unternehmen des Energie- und Umweltclusters in Leipzig bieten sich damit Perspektiven im Export von Beratungs- und Planungsdienstleistungen“. Und das Potential erscheint enorm.

West-Mazedonien, nur eine gute Stunde Autofahrt westlich von Leipzigs Partnerstadt Thessanloniki entfernt, steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Hier werden 50% des griechischen Stroms aus Braunkohle im Tagebau erzeugt. Die schlechte Qualität der relativ jungen Braunkohle führt zu erheblichen Schadstoffemissionen, weshalb die Region gezwungen ist, die Hälfte der vorhandenen Kraftwerke bis 2020 abzuschalten. Neben Herausforderungen der Rekultivierung müssen dringend alternative Energieerzeugungsformen gefunden werden, wobei TREC helfen soll und gute Ideen aus Leipzig hochwillkommen sind.

Transsilvanien setzt bereits stark auf Bioenergie. Rumäniens führendes Forschungszentrum im Bereich Biokraftstoffe sucht die Zusammenarbeit mit Partnern aus Leipzig. „Es bieten sich Kooperationschancen für in Leipzig ansässige Firmen des Biokraftstoffbereichs auf Planungs-, Forschungs- und Produktionsebene“, sieht Glowacki.

Dr. Damm, Vorsitzender des Trägervereins Netzwerk Energie und Umwelt e.V., freut sich über das von der EU-geförderte Projekt und die Möglichkeiten für die Clustermitglieder aus der Region Wertschöpfung zu generieren. „Es ist eines von vielen interessanten Energieprojekten in und aus der Region und belegt wie lebendig das Energiecluster inzwischen in Leipzig ist“, sagt er.

Firmen, die sich für diese Regionen oder weiterführende Kooperationsmöglichkeiten interessieren fordert er zur Kontaktaufnahme auf. TREC soll dazu beitragen, die Energiebranche der Region Leipzig zu stärken und die internationale Vernetzung der Akteure voran zu bringen.

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbfz.de/

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