Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LED-Beleuchtung in Museen: Ein Vorteil nicht nur aus konservatorischer Sicht

01.02.2013
Moderne LEDs zur Beleuchtung unterdrücken kurzwellige Spektralanteile und setzen Kunstwerke damit in ein besonders schonendes Licht.

Die Leuchtdiode, kurz LED, revolutioniert den Lichtmarkt: Sie ist besonders energieeffizient, lässt sich dank ihrer kompakten Bauweise auch in komplexe und anspruchsvolle Beleuchtungssysteme integrieren und weist je nach Kristallart unterschiedliche spektrale Strahlungsverteilungen auf. So stehen LEDs heute nicht nur für die umweltgerechte, sondern auch für die maßgeschneiderte Beleuchtung.

Auf Grund ihrer herausragenden technischen Eigenschaften stellt sie dabei insbesondere für die museale Beleuchtung die ideale Lichttechnik zur Verfügung – moderne und ausgereifte LED-Lösungen kombinieren hohe Energieeffizienz mit bester Farbwiedergabe im sichtbaren Spektralbereich. Darüber hinaus sind schädigende UV-Anteile im Spektrum einer LED nahezu vollständig unterdrückt. Insgesamt bieten damit LEDs eine ideale Alternative zur Beleuchtung hochempfindlicher und einzigartiger Kunstschätze.

In einer aktuellen Studie analysiert ein internationales Forscherteam um Letizia Monico von der Universität zu Perugia den schädigenden Einfluss künstlicher Beleuchtung auf Gemälde am Beispiel der Meisterwerke van Goghs. So konnte das Team zeigen, dass insbesondere die gelben Farbtöne in den Gemälden von van Gogh unter dem Einfluss künstlicher Beleuchtung beschleunigt altern und verblassen. Besonders schädlich sind dabei Strahlungskomponenten im blauen und UV-Spektralbereich.

Die Lichtforscher um Prof. Dr. Khanh der Technischen Universität Darmstadt, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) derzeit die Projekte aus dem Bundeswettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ wissenschaftlich evaluieren, haben diese Arbeiten zum Anlass genommen erneut den schädigenden Einfluss von LED-Licht zu untersuchen.

In ihrer Arbeit haben Prof. Dr. Tran Quoc Kahnh und Dr. Peter Bodrogi das Spektrum von insgesamt 118 Leuchten (LEDs, Kompaktleuchtstofflampen, Glühlampen sowie Tageslicht) insbesondere im blauen Bereich von 335nm bis 525nm und im UV-Bereich von 240nm bis 400nm untersucht.

Dabei konnten sie - auch mit Hilfe des Berichts des Teams um Letizia Monico - belegen, dass weiße LEDs

• im Gegensatz zu den anderen untersuchten Lichtquellen keinen signifikanten UV-Strahlungsanteil aufweisen und

• keinen höheren blauen Strahlungsanteil aufweisen. Der Strahlungsanteil im blauen Farbspektrum liegt bei der weißen LED gar deutlich unter dem von natürlichem Tageslicht.

Die Arbeiten der TU Darmstadt belegen damit eindrucksvoll, dass moderne LEDs nicht nur eine der energieeffizientesten Leuchtquellen darstellen, sondern gleichzeitig auch höchste Qualitätsansprüche in Bezug auf Farbwiedergabe und konservatorische Aspekte erfüllen.

Daniela Metz | idw
Weitere Informationen:
http://www.photonikforschung.de/
http://www.vditz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit