Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Land stärkt Energieforschung - Wissenschaftlicher Verbund soll Stromnetze der Zukunft vorantreiben

04.05.2011
Niedersachsen baut die Energieforschung weiter aus. Um die erneuerbaren Energien schneller und effektiver ans Netz zu bringen, werden Forschungsarbeiten zu „Intelligenten Stromnetzen“ und neuen Formen der Netzsteuerung gestärkt.

Das Wissenschaftsministerium beauftragt das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) jetzt mit der Ausschreibung eines Forschungsverbundes „Intelligente Netze Norddeutschland (SmartNord)“. Für den Verbund stellt das Land in den kommenden drei Jahren insgesamt 3,6 Millionen Euro bereit.

„Unsere Forschungseinrichtungen gehören nach Einschätzung der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen bereits heute im bundesweiten Vergleich zu den Führenden auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien“, betont die niedersächsische Wissenschaftsministerin, Professor Dr. Johanna Wanka. „Die in der Energieforschung in Niedersachsen bereits geleisteten Vorarbeiten bieten ein großes Entwicklungspotenzial. Auf diesem wollen wir mit dem neuen Forschungsverbund aufbauen und die Stromnetze der Zukunft vorantreiben“, sagt Wanka.

Zielgruppe der Forschungsförderung sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus niedersächsischen Forschungseinrichtungen, die sowohl natur- und ingenieurwissenschaftliche als auch gesellschaftswissenschaftliche Disziplinen umfassen. Es gilt Möglichkeiten neuer Komponenten in elektrischen Netzen zu erschließen und so Systemdienstleistungen für das Verbundnetz zu entwickeln. Entsprechend den Empfehlungen der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen wird dabei ein besonderer Schwerpunkt in der norddeutschen Zusammenarbeit gelegt. Für die überregionale und grenzübergreifende Kooperation mit Forschern in Norddeutschland und im Nordseeraum wird daher ein eigener Kooperationsfonds aufgelegt.

Die Versorgung mit elektrischer Energie orientiert sich bisher an einer „Top-Down“-Versorgung, d. h. Großkraftwerke speisen Leistung auf der Höchstspannungsebene des Übertragungsnetzes ein. Zur Versorgung der Endverbraucher wird diese Leistung über verschiedene Netzebenen bis zur Niederspannungsebene weiter verteilt. Dieses bisher bewährte Muster der Energieversorgung wird allerdings in Frage gestellt, wenn entsprechend der aktuellen Energieszenarien der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 rund 60 Prozent betragen soll. Das Erreichen dieses Ziels erfordert unter anderem auch mehr als eine Verdopplung der heutigen Windenergieanlagenleistung in Deutschland. Diese zusätzliche Leistung wird zu einem Großteil in Norddeutschland, insbesondere in den Küstenregionen anfallen. Aus diesen ehrgeizigen Zielen beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen sowie der Möglichkeit zur Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ergeben sich veränderte Anforderungen an die Auslegungsstrategien und den Betrieb der elektrischen Energieversorgung und vor allem der Stromnetze.

Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen, eine wissenschaftliche Einrichtung der TU Clausthal und getragen von den Universitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg, übernimmt die Ausschreibung und die Koordination des neuen Verbundes. Antragsberechtigt sind Hochschulen und öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen in Niedersachsen. Die Antragsfrist endet am 15. Juni 2011. Die Begutachtung der Anträge erfolgt durch die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen.

Die Ausschreibungsunterlagen können Sie auf der Homepage des EFZN unter folgendem Link herunterladen: http://www.efzn.de/ausschreibungen/forschungsverbund-smartnord/

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de
http://www.efzn.de/ausschreibungen/forschungsverbund-smartnord/

Weitere Berichte zu: EFZN Energieforschung Energieversorgung Stromnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise