Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostenloser Energie-Check für Hausbesitzer: Service kommt an

17.12.2008
Zwischenbilanz: 6.100 Handwerker können mit DBU-Kampagne 50.000 Maßnahmen anstoßen

Eine Kampagne auf dem Vormarsch: Kostenlose Energie-Checks für Hausbesitzer bieten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Handwerk mit ihrer Initiative „Haus sanieren – profitieren“ inzwischen in neun von 16 Bundesländern an.

Anfang des Jahres startete die bundesweite Ausdehnung der Kampagne. Über 6.100 Handwerker aus Nord- und Westdeutschland nahmen an Schulungen teil und erhielten von der DBU unabhängiges Infomaterial. Die Betriebe können damit bei ihren Kunden Gutscheine für den kostenlosen Energie-Check verteilen und damit Hausbesitzer für energetische Gebäudesanierungen und mehr Klimaschutz sensibilisieren. Ein Service, der ankommt: „90 Prozent der von uns befragten Hausbesitzer fanden den Energie-Check richtig gut“, freut sich DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Die Stiftung fördert das Projekt über fünf Jahre mit jeweils einer Million Euro.

Ein Viertel der Bürger kennt "Haus sanieren - profitieren!"

Das Marktforschungsunternehmen „Produkt + Markt“ (Osnabrück) ermittelte in einer ersten Befragung von insgesamt 500 Hausbesitzern, dass „Haus sanieren – profitieren“ schon rund einem Viertel vor allem über die Medien bekannt sei. „19 Medienpartner haben uns mit redaktionellen Serien über Wochen geholfen, Hausbesitzer auf die Kampagne aufmerksam zu machen“, betont Brickwedde.

6.100 Handwerker bieten kostenlosen Service an

Die geschulten 6.100 Handwerker haben laut „Produkt + Markt“ etwa 55.000 Hausbesitzer über die Erstansprache erreicht. Nach dem Energie-Check seien die befragten Eigentümer bereit, durchschnittlich 24.000 Euro in energetische Sanierungsmaßnahmen zu investieren. „Durch die kostenlose Erstansprache im Rahmen von ‚Haus sanieren – profitieren’ können wir Investitionen von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr anstoßen“, sagt Brickwedde. „Mit dem Befragungsergebnis sind wir sehr zufrieden“.

Schritt für Schritt zum energetisch optimierten Haus: Der Energie-Check sei für Eigentümer die Initialzündung für weitere Überlegungen zur Modernisierung. Der Energie-Check-Bogen vermittle als Einstieg ins Thema einen groben Eindruck vom Zustand des Hauses. „In etwa einer halben Stunde geht der Handwerker alle relevanten Bauteile mit dem Hausbesitzer durch und bewertet sie in einem Bogen mithilfe eines Farbschemas von rot bis grün“, weiß Brickwedde. Der kostenlose Service im Rahmen von „Haus sanieren – profitieren!“ ersetze keine neutrale und ausführliche Fachberatung mit Maßnahmenpaketen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie Energieausweise. Besonders positiv bewertet Brickwedde daher, dass sich die befragten Hausbesitzer nach dem Check am häufigsten für eine kostenpflichtige Energieberatung als nächsten Schritt entscheiden.

Brickwedde lobt Zusammenarbeit mit Handwerk

Der DBU-Generalsekretär lobt die Zusammenarbeit mit den Handwerksorganisationen. Vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien schon 2.308 und 1.726 Firmen aktiv. „Zurzeit führen etwa 120 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände Schulungen im Rahmen der Kampagne durch“, so Brickwedde. Als besonders erfolgreich hob er die Schulungsveranstalter in den Handwerkskammerbezirken Münster und Osnabrück hervor: Sie machten alleine jeweils 533 und 466 Firmen mit den Kampagneninhalten vertraut. Von den insgesamt über 6.100 Handwerkern sind zwölf Prozent Heizungsbauer, neun Prozent Energieberater und knapp acht Prozent Tischler. „Obwohl unsere Kampagne in Kooperation mit dem Handwerk umgesetzt wird, freut es uns, dass auch knapp sechs Prozent Architekten und Ingenieure den kostenlosen Service interessant finden und sich schulen ließen“, betont Brickwedde. In den kommenden Monaten bis April plant die DBU die Auftaktveranstaltungen in Brandenburg, Berlin, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Wir denken, dass wir dann mit etwa 10.000 Betrieben kooperieren“, so Brickwedde.

Interessierte Handwerker finden Schulungstermine unter
http://www.sanieren-profitieren.de/946.html

| DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de
http://www.sanieren-profitieren.de/946.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften