Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostengünstige Dünnschichtsolarzellen: Neuer europäischer Effizienzrekord

11.03.2011
Das Labor für Photovoltaik der Universität Luxemburg hat ein verbessertes Herstellungsverfahren für Kesterit-Solarzellen entwickelt, das nun zu einem europäischen Effizienzrekord von 6,1 Prozent geführt hat.

Dieser Betrag wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme zertifiziert, eines von acht Laboren weltweit, die Zertifizierungen für Solarzelleneffizienz vornehmen dürfen.

Kesterite kombinieren kostengünstige Dünnschichtsolarzellen-Technologien mit auβerordentlich niedrigen Ausgangsmaterialkosten. Ihre Hauptkomponenten bestehen aus Kupfer, Zink und Schwefel oder Selen - chemische Elemente, die alle in der Natur reichlich vorhanden und zudem erschwinglich sind. Mehrere Labore berichteten in der Vergangenheit, dass Zinnverlust während der Herstellung die Steuerbarkeit der Zusammensetzung einschränkt.

Das Labor für Photovoltaik hat daher ein Herstellungsverfahren entwickelt, das es erlaubt, den Zinnverlust zu kontrollieren. Dieses Verfahren hat auf Anhieb zu einem Effizienzrekord geführt. Genaueres hierzu wurde im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht.

“Durch diesen ersten Erfolg können wir neue Erkenntnisse über die Grenzen dieser Solarzellen gewinnen. Dies wird uns helfen, sie noch effizienter zu machen“, erklärt Prof. Dr. Susanne Siebentritt, Leiterin des Labors für Photovoltaik. Das Labor wurde im April 2007 in Luxemburg im Rahmen der „TDK Europe Stiftungsprofessur“ gegründet, einer öffentlich-privaten Partnerschaft, die von dem Unternehmen TDK und der Universität Luxemburg finanziert wird.

Der Marktanteil der Dünnschichtsolarzellen steigt derzeit erheblich wegen ihrer geringen Produktionskosten. Diese beruhen wesentlich auf niedrigerem Material- und Energieverbrauch im Vergleich zu den herkömmlichen Wafertechnologien.

Das Labor für Photovoltaik der Universität Luxemburg besteht aus einer Gruppe von Forschern, die neue Materialien und Prozesse für Solarzellen entwickeln. Das Labor untersucht zudem die physikalischen Eigenschaften der Materialien und Grenzflächen dieser Solarzellen.

Britta Schlüter | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni.lu
http://wwwen.uni.lu/research/fstc/physics_and_material_research_unit/photovoltaics_lpv

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten