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Korsika testet die Speicherung von Solarenergie

20.01.2012
Nach einer zweieinhalbjährigen Zusammenarbeit starteten die CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien), das AREVA Tochterunternehmen Helion und die Universität von Korsika am Montag, den 9. Januar 2012 das Projekt “Myrte”.
Es handelt sich um ein Projekt zur Speicherung von Solarenergie. Der Strom wird zunächst in Form von Wasserstoff gespeichert und bei Bedarf über eine Brennstoffzelle wieder in Elektrizität umgewandelt.

Die Solaranlage erstreckt sich über 3700 m2 und erreicht eine Kapazität von 560kW. Hinter den Solarpanelen befindet sich die eigentliche Innovation – zwei Anlagen von Helion: In der einen Anlage wird die Solarenergie durch Wasserelektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert.
In der anderen wird dieser Wasserstoff zur Stromerzeugung in einer Brennstoffzelle mit Sauerstoff versetzt, um besonders in den Abendstunden (wenn die Nachfrage am höchsten ist) die Stromversorgung gewährleisten zu können. Zwischen beiden Phasen werden der Wasserstoff und der Sauerstoff bei einem Druck von 35 bar gespeichert.

Die Energiebilanz für den gesamten Wasserstoff-Prozess fällt nur geringfügig schlechter aus als bei chemischen Speichern und erreicht rund 35-45%. Die Kapazität der Brennstoffzellen beträgt aktuell 100kW. Dank einer einzigartigen innovativen Anlage, in der die Erzeugung von Wasserstoff und Elektrizität parallel stattfinden kann, soll sie jedoch in den nächsten Monaten verdoppelt werden.

Das vorindustrielle Projekt wurde auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene mit 21 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen zur Helion-Technologie (auf Englisch) unter: http://www.areva.com/EN/operations-408/hydrogen-and-fuel-cells.html

Quelle:
- Artikel aus Le Figaro – 10.01.2012 – http://www.lefigaro.fr/sciences/2012/01/10/01008-20120110ARTFIG00418-stockage-de-l-energie-solaire-la-corse-innove.php

Redakteurin: Edith Chezel, edith.chezel@diplomatie.gouv.fr,
www.wissenschaft-frankreich.de

Edith Chezel | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

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