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Konjunkturmaßnahme für Elektromobilität

11.02.2009
Fraunhofer LBF investiert Mittel aus dem Konjunkturpaket I in hochmoderne Prüftechnik

Hersteller und Ingenieursdienstleister für Elektro- und Hybridfahrzeuge können ihre Produkte ab Mitte 2010 im Hinblick auf Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit im renommierten Fraunhofer-Institut erproben und absichern lassen.

Das Fraunhofer LBF verwendet rund 3,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm I der Bundesregierung, um seine Expertise in der Betriebsfestigkeit, der Systemzuverlässigkeit und im Prüfstandsbetrieb für die neue Fahrzeuggeneration nutzbar zu machen. In einem Prüfstand für die Ganzfahrzeugerprobung sollen Fragen der Lebensdauer und Sicherheit von Elektro- und Hybridfahrzeugen unabhängig und zuverlässig geklärt werden.

Damit soll der Technologiewandel im Fahrzeugbau beschleunigt werden. Von der Konjunkturmaßnahme wird ein Multiplikatoreffekt für die Entwicklung und Markteinführung der Elektromobilität und damit auch für den Klimaschutz erwartet. "Es ist absehbar, dass die Elektromobilität neue Fahrzeug-, Karosserie- und Aufbaukonzepte bedingt, zu stark veränderten Belastungen auf Fahrwerk, Karosseriestruktur und Antriebstechnik führt und damit auch neue Prüf- und Bewertungsmethoden erforderlich macht.

Der Technologiewandel wird einen Markt für zusätzliche Fahrzeughersteller, Zulieferer und Dienstleister schaffen", sagt Prof. Holger Hanselka, Institutsleiter am Fraunhofer LBF und Vorsitzender des Fraunhofer-Verbundes Werkstoffe, Bauteile. "Wir setzen die Mittel aus dem Konjunkturpaket ein, um etablierten wie neuen Herstellern sowohl das nötige Know-how als auch moderne Prüfkapazitäten zur betriebsfesten und zuverlässigen Auslegung der neuen Fahrzeuggenerationen kurzfristig anbieten zu können".

"Der Ganzfahrzeugprüfstand mit 26 Hydraulikzylindern wird speziell für die Anforderungen des LBF ausgelegt und ermöglicht die Prüfung der kompletten Karosserie und des Fahrwerks, beginnend bei Kleinwagen bis hin zu leichten, elektrisch angetriebenen Transportern und Kleinbussen, wie sie künftig in Innenstädten verstärkt eingesetzt werden", erklärt Marc Wallmichrath, Leiter des Kompetenzcenters Betriebslastensimulation und Bewertung am Fraunhofer LBF.

Der neue Prüfstand ergänzt und erweitert die am Fraunhofer LBF entwickelten Prüfkonzepte. Wie bereits in der Vergangenheit will das Fraunhofer LBF seiner Rolle als Vorreiter bei der Festlegung von Standards auch für die Prüfung von Elektrofahrzeugen wieder gerecht werden und gemeinsam mit Industriepartnern die durch die neuartigen Fahrzeugkonzepte entstehenden Belastungen analysieren und die Randbedingungen der Lastprogramme für den Nachweisversuch definieren.

Die neue Prüfeinrichtung stammt weitestgehend aus Deutschland. Zusammen mit dem Aufbau, der Inbetriebnahme und der technischen Unterstützung im Darmstädter Forschungsinstitut fließt ein großer Anteil der Investitionsmittel unmittelbar in die nationale Wertschöpfung. Damit erfüllt die geplante Maßnahme die Zielsetzung des 1. Konjunkturpaketes der Bundesregierung, Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung, sowohl unmittelbar als auch mittelbar.

Anke Zeidler-Finsel | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fraunhofer.de

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