Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompaktwindturbine versorgt Privathaushalte mit Strom

08.06.2009
Spezielle Konstruktion erlaubt auch Einsatz in Schwachwindgebieten

Das US-Unternehmen EarthTronics, Inc. hat eine neuartige Kompaktwindturbine entwickelt. Dieser 43 Kilogramm schwere Stromerzeuger ist speziell für Schwachwindgebiete ausgelegt worden und für die Energieversorgung privater Haushalte prädestiniert.

"Wenn Windturbinen wie bisher üblich nur bei Windgeschwindigkeiten zwischen 13 und 40 km/h funktionieren, dann können sie in örtlicher wie klimatischer Hinsicht nur begrenzt eingesetzt werden. Unser Produkt wird hingegen bei Windgeschwindigkeiten von drei bis 70 km/h Strom erzeugen", sagt Brian Levine, Vice President Business Development von EarthTronics.

Erste Prototypen des Modells wurden bereits gebaut. Die Kompaktturbine soll laut Angaben von WindTronics rund 4.500 Dollar kosten und bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten bis 28 km/h rund zwei Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr erzeugen können. Dies würde etwa 15 bis 20 Prozent des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen US-Haushalts entsprechen.

Bei einem Rotordurchmesser von 1,8 Meter ist eine problemlose Installation auf Dächern, etwa an Kaminen oder auf Pfosten, möglich. Auch ist bei einer maximalen Geräuschentwicklung von 45 Dezibel von einer nur geringen Lärmbelästigung auszugehen. Entscheidender Vorteil der Konstruktion sei jedoch, dass für die Konvertierung der mechanischen Energie kein Getriebe für die Übersetzung der Bewegung der Rotorblätter eingebaut werden müsse. Kleine Magnete sind an den Spitzen der Rotorblätter angebracht und sollen so auf Basis der Induktionswirkung für die Stromerzeugung sorgen.

"Aufgrund der derzeit so rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit ist der Markt kaum noch zu überblicken. Anders als WindTronic setzen viele Hersteller auf Luftbündelungstechnologien zur Effizienzsteigerung. Unsere waagrechten 3D-Turbinen sind beispielsweise auf Basis des Bernoulli-Prinzips konstruiert worden", meint Patrick Auderset, Geschäftsführer von Nheolisswiss http://www.nheoliswiss.com , auf Anfrage von pressetext. Auch die 3D-Windturbinen von Nheolis würden schon bei geringen Windgeschwindigkeiten ab zehn km/h bis zu drei MWh Strom im Jahr produzieren.

Sowie bei vergleichbaren Produkten sorgt auch bei WindTronics ein nachgeschalteter Wechselrichter für die Umwandlung des generierten Gleichstroms in Wechselstrom. Zudem wurde ein Sturmschutz vorgesehen, der ab Windgeschwindigkeiten von 70 km/h greift.

Ob sich solche Kleinturbinen für private Haushalte auch rechnen, ist angesichts der von den jeweiligen Windstärken abhängigen Leistungskapazitäten zwischen 1,5 und 5 Kilowatt im Einzelfall zu beurteilen. Bisherige Studien hatten angezeigt, dass Kompaktturbinen nur bei guten Windverhältnissen kosteneffektiv arbeiten. WindTronics zeigt sich jedenfalls optimistisch und rechnet bereits im ersten Jahr mit einer Produktion von 50.000 Stück.

Nikolaus Summer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.earthtronics.com
http://www.nheoliswiss.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht SmartMeter analysieren mit Algorithmen den Stromverbrauch
01.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS

nachricht Energiehybrid: Batterie trifft Superkondensator
01.12.2016 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie