Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kombinierter Brand- und Gasmelder schützt Leben

17.09.2010
Ein neuer Brand- und Gasmelder soll den Schutz von Menschenleben entscheidend verbessern. Die neue Generation der Sinteso-Melder erkennt nicht nur Brände zuverlässig, sondern schlägt auch bei gefährlichen Konzentrationen von Kohlenmonoxid (CO) Alarm.

Dabei überwacht das System die Gaswerte auch ohne dass ein Brand vorliegt und bietet so zusätzlich Schutz vor CO-Gefahren aus nichtbrennenden Quellen – beispielsweise Autoabgasen. Eine spezielle Signalverarbeitung schließt Fehlalarme garantiert aus, erkennt aber gleichzeitig entstehende Gefahren extrem früh. Siemens stellt das System auf der Security 2010 in Essen (5. bis 8. Oktober) vor.


Kohlenmonoxidvergiftungen gelten als die häufigste Todesursache bei Bränden, denn das farb- und geruchslose Gas ist schon in kleinen Mengen sehr giftig. Es entsteht zum Beispiel, wenn ein Feuer zuwenig Sauerstoff bekommt. Eine CO-Messung hilft daher, bestimmte Brände sehr früh zu erkennen. CO kann aber auch durch defekte Gasherde und Heizungen oder chemische und andere produktionstechnische Prozesse in die Luft gelangen. Weil das Gas etwas leichter ist als Luft, verteilt es sich in Gebäuden. Gerade in Hotels oder in der Chemie- und Pharmaindustrie ist es daher wichtig, nicht nur Küche oder Produktionshalle, sondern sämtliche Räume zu überwachen.

Die CO-Messung erfolgt in einer elektrochemischen Zelle, die in den Brandmelder eingebaut ist. Siemens entwickelte spezielle Auswertealgorithmen, um mit Hilfe von voreingestellten Parametern, die genau an den jeweiligen Einsatzort angepasst sind, extrem früh zwischen Alarmfall oder normaler Schwankung zu unterscheiden. In einer Halle, in der geschweißt wird, liegen die Schwellwerte beispielsweise deutlich höher als in Büroräumen. Für die CO-Messung werten die Algorithmen außerdem den Verlauf der Messwerte aus, um die Frühwarnung bei gleichzeitigem Ausschluss von Fehlalarmen noch weiter zu optimieren.

Aufgrund der getrennt vorliegenden Messdaten zu CO-und Brandgefahr können intelligente Brandschutzsysteme außerdem effizientere Rettungsmaßnahmen ergreifen. Im Fall eines reinen CO-Alarms können Menschen auf dem schnellsten Weg ins Freie geleitet werden, zum Beispiel auch auf Dachterrassen, die bei einem Brand kein geeigneter Rettungsort wären. (IN 2010.09.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Autoabgase CO-Messung Fehlalarm Gasmelder Kohlenmonoxidvergiftungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Gedruckte »in-situ« Perowskitsolarzellen – ressourcenschonend und lokal produzierbar
17.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Ein elektronischer Rettungshund
17.05.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics